- Katasterflache: 2506 ha
- Einwohner: 2500
- Hohe: 208 m u. NN
Das Stadtchen liegt im mild gewellten Gelande des Westteils des Bezirks Hodonin, hier fliest das Flusschen Prušanka durch und es wird gleichzeitig von drei Seiten durch Weinberge umgegeben.
Die Gemeinde wurde ubrigens dank dem Weinbau am meisten beruhmt. Bereits seit dem 13. Jahrhundert ist es schriftlich belegt, dass der Templerorden beginnt, hier die Weinrebe anzubauen. Dieser gewann das Čejkovice wahrscheinlich vor dem Jahr 1240, die erste schriftliche Erwahnung uber das Dorf wird zum Jahr 1248 datiert. Auf der hiesigen, von Templern gebauten Festung hielt sich oft auch der Ordenskomtur Ekko auf. Nach der Aufl osung des Ordens bekam der einfl ussreichste bohmische Adelige seinerzeit, Heinrich von Leipa, das Dorf im Jahr 1309 in seine Macht. Danach folgten in relativ schneller Reihenfolge die Herrengeschlechte, bzw. die Ritter, von Kunstadt, Sternberg, Zastřizly, Lomnice und Prusinovsky von Vickov.
Im Jahr 1624 erhielt ein weiterer Orden das Dorf Čejkovice, diesmal der Jesuitenorden. Unter seiner Verwaltung erreichte der hiesige Weinbau seinen Hohepunkt. Gleichzeitig handelte es sich jedoch um den Zeitraum, wo es die Auswirkungen des Dreisigjahrigen Krieges, des Steifzuges von Turken im Jahr 1663 sowie von ungarischen Kuruzen im Jahr 1705 trafen, die es fast vollig niederbrannten. Nach der Aufl osung der Gesellschaft Jesu in den bohmischen Landern kam das hiesige Eigentum in den sog. Studienfond uber, der zu einer okonomischen Grundlage fur die kunftige Schulreform werden sollte. Im Jahr 1785 besuchte der Kaiser Joseph II. den Ort Čejkovice und man vermutet, dass er auf die Befurwortung des Burgermeisters die unbeliebte Verordnung uber die Bestattung in der Leinwand ausser Kraft setzte.
Von den hier stattgefundenen Veranstaltungen kann man die Vorfuhrung der hiesigen Weinfirmen, die Weinmarkte Čejkovice (Mai), die traditionelle Trachtenkirchweih mit Volksfest (August), die Winzerzeremoniell „Zaražani hory“ (September) oder die bekannte athletischen Wettkampfe Čejkovicka laťka (Marz) erwahnen.
Von den Organisationen und Vereinen kann man dann auf die Blasmusikkapelle Vinařinka und die Jugendblasmusikkapelle Mutěňane – Čejkovjane, weiter auf das volkstumliche Kinderensemble Iskerka, den Mannerchor Revokaz, und vor allem auf das Folkloreensemble Zavadka hinweisen; von den Sportvereinen dann auf AC Čejkovice.
Eine ganze Reihe von Denkmalern befindet sich in der Gemeinde. Es geht insbesondere um die ursprungliche mittelalterliche Festung, die Anfang des 18. Jahrhunderts auf einem Schloss umgebaut wurde. Der Prismenturm dominiert hier, und hier befindet sich auch die damalige Jesuitenkapelle, das gegenwartige Trauzimmer, und auch die Schlossgalerie der Weine, die Weine von heimischen Winzern anbietet. Die unterirdischen Kellerraume mit beachtenswerten Abmessungen, wo ein Bewaffneter zu Pferde oder ein vollig beladener Wagen durchfahren konnten, waren und werden auch weiterhin unter der Bezeichnung Templařske sklepy zur Lagerung und zum Reifen von Weinen verwendet. Ein Teil des Schlossobjektes dient zurzeit als Hotel. Die Kirche der hl. Kunigunde war bereits im 13. Jahrhundert gegrundet; einige Male brannte sie nieder und im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts kam es zu ihrem Umbau in die gegenwartige Form. Man kann auch die Besichtigung der kleinen Ausstellung in Čejkovice vereinbaren, die auf das Leben von T. G. Masaryk orientiert ist, und zwar im kleinen Haus, wo diese bedeutende Personlichkeit der tschechoslowakischen Politikgeschichte einen Teil ihrer Kindheit verbrachte. In der Nahe des Schlosses befindet sich noch der Barockspeicher, der unter Denkmalschutz steht, bei der Kirche steht das Pfarrhaus aus der 2. Halfte des 18. Jahrhunderts und die Volksbaukunst wird von Bauerngutern mit Hausnummern 25 und 77 vertreten. Die Steppenlokalitaten Čejkovicke Špidlaky sind auf der Liste der Naturschutzgebiete aufgefuhrt.
Die bedeutenden Landsleute aus Čejkovice sind u.a. der Theologieprofessor, Literat und Philosoph Dominik Pecka; der Journalist, Dichter und Prosaiker Svatopluk Wurm Čejkovsky sowie der Kanonikus, Brunner Pralat und Verfasser einiger historischen Schriften Jakub Hodr.
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