Obce Podluží a Hodonínska

  • Katasterflache: 2506 ha
  • Einwohner: 2500
  • Hohe: 208 m u. NN

cejkoviceDas Stadtchen liegt im mild gewellten Gelande des Westteils des Bezirks Hodonin, hier fliest das Flusschen Prušanka durch und es wird gleichzeitig von drei Seiten durch Weinberge umgegeben.

Die Gemeinde wurde ubrigens dank dem Weinbau am meisten beruhmt. Bereits seit dem 13. Jahrhundert ist es schriftlich belegt, dass der Templerorden beginnt, hier die Weinrebe anzubauen. Dieser gewann das Čejkovice wahrscheinlich vor dem Jahr 1240, die erste schriftliche Erwahnung uber das Dorf wird zum Jahr 1248 datiert. Auf der hiesigen, von Templern gebauten Festung hielt sich oft auch der Ordenskomtur Ekko auf. Nach der Aufl osung des Ordens bekam der einfl ussreichste bohmische Adelige seinerzeit, Heinrich von Leipa, das Dorf im Jahr 1309 in seine Macht. Danach folgten in relativ schneller Reihenfolge die Herrengeschlechte, bzw. die Ritter, von Kunstadt, Sternberg, Zastřizly, Lomnice und Prusinovsky von Vickov.

Im Jahr 1624 erhielt ein weiterer Orden das Dorf Čejkovice, diesmal der Jesuitenorden. Unter seiner Verwaltung erreichte der hiesige Weinbau seinen Hohepunkt. Gleichzeitig handelte es sich jedoch um den Zeitraum, wo es die Auswirkungen des Dreisigjahrigen Krieges, des Steifzuges von Turken im Jahr 1663 sowie von ungarischen Kuruzen im Jahr 1705 trafen, die es fast vollig niederbrannten. Nach der Aufl osung der Gesellschaft Jesu in den bohmischen Landern kam das hiesige Eigentum in den sog. Studienfond uber, der zu einer okonomischen Grundlage fur die kunftige Schulreform werden sollte. Im Jahr 1785 besuchte der Kaiser Joseph II. den Ort Čejkovice und man vermutet, dass er auf die Befurwortung des Burgermeisters die unbeliebte Verordnung uber die Bestattung in der Leinwand ausser Kraft setzte.

Von den hier stattgefundenen Veranstaltungen kann man die Vorfuhrung der hiesigen Weinfirmen, die Weinmarkte Čejkovice (Mai), die traditionelle Trachtenkirchweih mit Volksfest (August), die Winzerzeremoniell „Zaražani hory“ (September) oder die bekannte athletischen Wettkampfe Čejkovicka laťka (Marz) erwahnen.

Von den Organisationen und Vereinen kann man dann auf die Blasmusikkapelle Vinařinka und die Jugendblasmusikkapelle Mutěňane – Čejkovjane, weiter auf das volkstumliche Kinderensemble Iskerka, den Mannerchor Revokaz, und vor allem auf das Folkloreensemble Zavadka hinweisen; von den Sportvereinen dann auf AC Čejkovice.

Eine ganze Reihe von Denkmalern befindet sich in der Gemeinde. Es geht insbesondere um die ursprungliche mittelalterliche Festung, die Anfang des 18. Jahrhunderts auf einem Schloss umgebaut wurde. Der Prismenturm dominiert hier, und hier befindet sich auch die damalige Jesuitenkapelle, das gegenwartige Trauzimmer, und auch die Schlossgalerie der Weine, die Weine von heimischen Winzern anbietet. Die unterirdischen Kellerraume mit beachtenswerten Abmessungen, wo ein Bewaffneter zu Pferde oder ein vollig beladener Wagen durchfahren konnten, waren und werden auch weiterhin unter der Bezeichnung Templařske sklepy zur Lagerung und zum Reifen von Weinen verwendet. Ein Teil des Schlossobjektes dient zurzeit als Hotel. Die Kirche der hl. Kunigunde war bereits im 13. Jahrhundert gegrundet; einige Male brannte sie nieder und im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts kam es zu ihrem Umbau in die gegenwartige Form. Man kann auch die Besichtigung der kleinen Ausstellung in Čejkovice vereinbaren, die auf das Leben von T. G. Masaryk orientiert ist, und zwar im kleinen Haus, wo diese bedeutende Personlichkeit der tschechoslowakischen Politikgeschichte einen Teil ihrer Kindheit verbrachte. In der Nahe des Schlosses befindet sich noch der Barockspeicher, der unter Denkmalschutz steht, bei der Kirche steht das Pfarrhaus aus der 2. Halfte des 18. Jahrhunderts und die Volksbaukunst wird von Bauerngutern mit Hausnummern 25 und 77 vertreten. Die Steppenlokalitaten Čejkovicke Špidlaky sind auf der Liste der Naturschutzgebiete aufgefuhrt.

Die bedeutenden Landsleute aus Čejkovice sind u.a. der Theologieprofessor, Literat und Philosoph Dominik Pecka; der Journalist, Dichter und Prosaiker Svatopluk Wurm Čejkovsky sowie der Kanonikus, Brunner Pralat und Verfasser einiger historischen Schriften Jakub Hodr.

www.cejkovice.cz

  • Katasterfläche: 1991 ha
  • Einwohner: 2901
  • Hohe: 178 m u. NN

01Die Gemeinde Dolni Bojanovice liegt in der fruchtbaren Landschaft des Unteren Marchbeckens, durch die Gemeinde fliest das Flusschen Prušanka.

Die altesten Beweise einer urzeitigen Besiedlung der Lokalitat stammen aus der jungeren Steinzeit. Nach den weiteren archaologischen Funden wurde das Gebiet der Gemeinde sowie der Umgebung spater auch von Kelten und Slawen besiedelt.

Der alteste schriftliche Bericht gehort ins Jahr 1196, wo der Olmutzer Furst Vladimir das Dorf namens Boyanowicz dem Pramonstratenserkloster Hradisko u Olomouce schenkte. In der zweiten Halfte des 14. Jahrhunderts gehorte die Gemeinde den Herren von Kunstadt und seit Anfang des 16. Jahrhunderts bis zum Jahr 1848 war sie ein Teil der Herrschaft von Hodonin. Zu den wichtigen Einnahmenquellen der Obrigkeit gehorten die Teichwirtschaft und der Weinbau.

Dolni Bojanovice litt sehr unter haufigen Kriegsstreifzugen, das Gefahr stellen ebenfalls die Brande (die Gemeinde brannte z.B. im Jahr 1863 vollstandig nieder) oder die zerstorenden Krankheiten (Choleraepidemie im Jahr 1867)dar. Wahrend der Befreiungskampfe im Jahr 1945 siedelte hier fur eine Woche der sowjetische Stab des Marschalls Malinovsky.

Die Weinbautradition in der Gemeinde wird auch durch den altesten schriftlichen Bericht uber den Weinbau aus dem Jahr 1738 belegt. Auf einen ausgezeichneten Ruf des „Rieslings von Bojanov“ deutet auch die Tatsache hin, dass er auch an den Wiener Kaiserhof geliefert wurde. Im Jahr 1905 wurde eine landwirtschaftliche Weinbaugenossenschaft Zadruha in Dolni Bojanovice gegrundet, eine der ersten im bohmischen Land. Nur weinige Gemeinden in der Mahrischen Slowakei wurden durch ihr Kultur-, aber auch Religionsleben wie Dolni Bojanovice beruhmt. Hier trifft man reich gezierte Trachten, einen altertumlichen Dialekt sowie die Brauche. Aus den traditionellen Festen sind insbesondere das St.Wenzel-Volksfest (September) und das Weinlesefest (Oktober) oder die Winzerzeremoniell „Zaražani hory“ im August beruhmt. Der St. Wenzel-Sangerchor und das Orchester haben eine langjahrige Tradition, es gibt hier weiter die Blaskapellen Bojane, Šohajka und Liduška, die Zimbalmusikkapellen Morava, Zadruha und Grajcar und weitere Musikkapellen. In der Gemeinde steht auch die Grundkunstgewerbeschule, die von mehr als 300 Schulern besucht wird, seine Tradition hat hier auch das Liebhaber-Theaterensemble. Alljahrlich wird das Fruhlingsfestival (Marz - April) veranstaltet, wo sich die Spitzenkunstler aus dem Inland sowie dem Ausland den Liebhabern der klassischen Musik vorstellen. Die Aufmerksamkeit der Besucher ziehen die Barockkirche des hl. Wenzels aus dem Jahr 1734, die Ende des 19. Jahrhunderts herrichtet wurde, die Dreieinigkeitskapelle, die Kapelle des hl. Florians und des hl. Johannes Nepomuk und auch die reichlich geschnittenen Holzkreuze, die unter Denkmalschutz stehen, auf sich. Der Offentlichkeit ist eine typische mahrische Baude, die sog. Slovacka chalupa zuganglich– das Denkmal der Volksbaukunst mit Hausnummer 217. Geheimnisvoll und bisher nicht vollig erforscht bleiben die Gange im Objekt der bereits erwahnten Weingenossenschaft Zadruha.

02In Dolni Bojanovice wurden u.a. geboren: Mons. ThDr. Petr Esterka, der romischkatholische Hilfsbischof fur Brunn und tschechische Kommunitat mit Domizil ausserhalb der Tschechischen Republik; Michal und Růžena Komosny, die Schopfer von Trachten von Podluži; František Vymyslicky, der Autor von oben genannten geschnittenen Holzkreuzen; Ing. Dr. František Esterka, CSc., wissenschaftlicher Mitarbeiter, der sich mit der Problematik Bohr-Spul-Engineering in der Erdolindustrie beschaftigte; Pavel Janeček, der Musiklehrer, Regenschori, Kulturmitarbeiter und Verleger der Musiklehrbucher und Jan Pospišil, der akademische Maler.

www.dolnibojanovice.cz

  • Katasterfläche: 2257 ha
  • Einwohner: 6514
  • Höhe: 200 m ü. NN

01Die Stadt im Niederteil der Mahrischen Slowakei wird gleichzeitig von einigen Seiten – vor allem aus dem Suden und Westen, aber teilweise auch aus dem Osten – vom grosraumigen Waldkomplex Doubrava umgegeben. Vom Norden ist sie mit ein wenig entfernten Gipfeln des Ždanicky les (Steinitzer Wald) und Chřiby (Marsgebirge), in der Richtung nach Suden und Sudosten offnet sich das Tiefl and des Flussgebietes von Kyjovka. Ergebnis sind sehr gunstige klimatische Bedingungen, die einen Einfl uss auf die Entstehung hiesiger Besiedlung bereits seit der Urzeit hatten. Das erste historisch nachgewiesene Dorf im Kataster war Jarohněvice (Jahr 1222). Die erste schriftliche Erwahnung uber die Gemeinde Dubňany stammt jedoch erst aus dem Jahr 1349, wo feststeht, dass Čeněk z Lipeho die Gemeinde dem Smila z Letovic verkaufte. Der Name Dubňany wurde nach den altesten Berichten von Eichenwaldern in Doubrava abgeleitet. Die Gemeinde Dubňany entstand auf Stellen der gegenwartigen Kirche des hl. Joseph und die groste Aufzeichnung betreffend ihrer Grose stammt aus dem Jahr 1620, wo es in der hiesigen Chronik aufgefuhrt ist, dass die Gemeinde 86 Hauser mit 560 Bewohnern hat. Diese Zahl anderte sich naturlich im Laufe der Jahrhunderte ausdrucksvoll – wahrend des Dreisigjahrigen Krieges lebten nur 90 Leute in 14 Hausern, im Jahre 1819 wurden bereits 323 Hauser mit 1 328 Bewohnern angegeben. Zu einem tatsachlichen Boom kommt es jedoch nach dem Jahr 1850, wo die Glasindustrie in Dubňany (Oberhutte im Jahr 1868, Unterhutte im Jahr 1875), und vor allem der Bergbau entstehen (heutzutage nicht mehr existierende Lignitgruben Jiřikovsko, Antonie, Rudolf, Marie und Pomoc Boži in den 60er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts). Damals wandelte auch die landwirtschaftliche Gemeinde in eine Bergbaugemeinde und dieser Trend wurde durch Entwicklung der Bergbautatigkeit in den Jahren 1950 – 1980 noch vertieft. Im Jahr 1960 endet der Ausbau des Plattenbaus; Lignit und Dubňany werden zum Ziel der Auswanderer aus der naheren sowie entfernteren Umgebung, die hier Arbeit bekommen. Am 1. 7. 1964 bekommt Dubňany das Stadtstatut und zwei Jahre vorher erreicht es auch die hochste Zahl der Einwohner in seiner Geschichte - 7 097.

02Diese ubereilte Entwicklung verhindert es nicht, Weinreben anzubauen. Die erstklassigen Weinberge zwischen Dubňany und Mutěnice produzieren auch heute weise Qualitatsweine und die Weinkeller bilden hier ein weitraumiges Weingelande. Die Tradition wird hier von den volkstumlichen Frauenensembles Drmolice, Dubrava und Dubravěnka, dem mannlichen Gesangschor Dubňany, der Zimbelmusikkapelle Dubrava und der Blasmusikkapelle Přespolanka erhalten. Aus den Denkmalern kann man auf die bereits erwahnte neugotische Pfarrkirche aus dem Jahr 1885 hinweisen, jedoch mit einem alteren Presbyterium mit Datierung aus dem Jahr 1720. Daneben steht das Empiregebaude der Pfarrei aus dem Jahr 1859 und man findet auch wertvolle Statuen in der Stadt (hl. Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1797, hl. Wendelin aus dem Jahr 1763) und zwei Kreuze aus den Jahren 1784 und 1786. In der ehemaligen Schule fand die Ausstellung vom Bergbau und der Glasindustrie ihren Platz, die an Dubňany und die Umgebung orientiert ist, teilweise widmet man sich auch der Geschichte und Volkskunst dieser Stadt. Aus den Natursehenswurdigkeiten ist eine uralte Eiche beim Jarohněvicky Hof erwahnungswert, mit einem geschatzten Alter von circa 600 Jahren.

Zu den von hier stammenden Personlichkeiten gehoren unter anderem der Komponist Ludvik Podešť, akad. Maler Vladimir Koštoval oder die Schriftstellerin Bohumila Dubňanska.

www.dubnany.eu

  • Katasterflache: 6345 ha
  • Einwohner: 25875
  • Hohe: 167 m u. NN

01Die Bezirksstadt und ein naturliches Zentrum der Mikroregion Hodoninsko liegt im Unteren Marchbecken am Flus March (Morava), eingekeilt zwischen dem Flus March, der die Grenze an die Slowakische Republik bildet, und dem grosraumigen Waldkomplex Doubrava.

Die erste historisch glaubwurdige Nachricht uber Hodonin stammt aus dem Jahre 1169, dieses Gebiet wurde jedoch viel fruher besiedelt. Der Stadt selbst ging die Existenz einer Wachburg vor, das Stadtprivilegium wurde der Stadt erst aufgrund Urkunde von der Konigin Konstanze von Ungarn, Gattin des Konigs Ottokar I. Přemysl im 1228 erteilt. Ein wichtiges Datum ist auch das Jahr 1512 – damals wandelte sich der Status von Hodonin aus der Konigsstadt auf eine untertanige Stadt um, es blieb jedoch trotzdem ein Zentrum der aufbluhenden Herrschaft.

Im Jahr 1841 fuhr durch Hodonin auf der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn der erste Zug, was zusammen mit der fruheren (1783) Grundung der Tabakmanufaktur und anschliessendem Entstehen der Zuckerfabriken und Ziegelfabriken (Ziegelfabrik von Redlich war vor dem 1. Weltkrieg die Groste in Mitteleuropa) eine neue, industrielle Etappe in der Stadtentwicklung bedeutete, nur fur kurze Zeit durch Okkupation des preusischen Heers im 1866 gebremst, das auch die Choleraepidemie mitbrachte.

Fur die Kulturgeschichte der Stadt sind folgende Jahre wichtig: im 1907 wurde der Verband der bildenden mahrischen Kunstler an der Spitze mit Uprka Gebrudern, Antoš Frolka und Weiteren gegrundet, und im 1913 wurde das Haus der Kunstler, heutzutage die Galerie der bildenden Kunste gegrundet.

Eine schwere Wunde, mit bedeutendem Verlust des Lebens der Burger verbunden, bedeutete andererseits die Bombardierung der Alliierten im November 1944 und der Frontdurchgang in den Apriltagen des folgenden Jahres. Seit den funfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden zur Stadtdominante die hohen Kraftwerksschornsteine.

02Aus der breiten Skala von hier tatigen Organisationen seien mindestens Theater Ensemble Svatopluk, Folklorensemble Dubina, Mahrisch-slowakischer Zirkel Hodonin und selbstverstandlich das Hodoniner Symphonischorchester und der gemischte Sangerchor genannt. Aus der nicht weniger zahlreichen Reihe von hier alljahrlich stattfindenden Veranstaltungen sei es zum Beispiel auf den Wettbewerb des volkstumlichen Kindergesanges Rosmarinkranzchen von Fanoš Mikulecky (Marz), Musikfestival Concentus Moraviae (Juni), Feste des Wasserkonigreiches (Juli), St. Laurentius-Fest (August), Weinfest (September) oder Kaiserschmaus (Oktober).

Auserdem kann der Besucher seine Schritte in Hodonin ins Barockschlosschen – Masaryk- Museum mit dem TGM gewidmeter Ausstellung lenken, die gleiche Institution hat daruber hinaus einen separaten Ausstellungssaal auf der Hauptader der Stadt, der Strasse Narodni třida. Hier befindet sich auch die bereits erwahnte Galerie der bildenden Kunste mit Werken von fuhrenden slowakisch- mahrischen Bildnern, Museum der Erdolforderung und Geologie, kleiner Zoo, Kulturhaus, Kurort Hodonin mit Angebot an Regenerierungsaufenthalten, Flusshafen... Sehenswert ist bestimmt das Rathaus aus den Jahren 1902–1904 gebaut im Stil der Nurnberger Sezession; die Pfarrkirche des heiligen Laurentius aus den Jahren 1780–1786, vor der Barockstatuen des hl. Sebastian und hl. Johannes Nepomuk; weiter Pestsaule der heiligen Maria (1716); Statue des hl. Wendelin (1777); Statue des Hegers (1924) von Franta Uprka; Kapelle des hl. Kreuzes 1720) mit privater Galerie Kaplička (Kapelle) u.a.

Der beruhmteste Landsmann von Hodonin ist der erste Staatsprasident der Tschechoslowakei, Tomaš Garrigue Masaryk, auserdem sind der Burgermeister wahrend der ersten Republik Jaroslav Dobrovolsky zu erwahnen, der wahrend der Okkupation zu Tode gefoltert wurde; seinen Lebensabschnitt erlebten hier auch zum Beispiel die Schriftsteller Ivan Olbracht, Gabriela Preissova, Jiři Mahen, Maler Martin Benka, Karel Novak und andere.

www.hodonin.eu

  • Katasterflache: 1591 ha
  • Einwohner: 1508
  • Hohe: 175 m u. NN

01Der Sage nach bekam diese dichtbevolkerte Gemeinde, die in der unbewaldeten, flachen, landwirtschaftlich intensiv bestellten Landschaft am Bach Svodnice liegt, ihren Namen nach einem breit ausladenden Birnbaum, der angeblich damals in demselben Ort stand, in dem heute das Gemeindezentrum ist.

In schriftlichen Quellen wird die Gemeinde, die hochstwahrscheinlich durch die Kolonisierung irgendwann zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstand im Jahr 1368 erstmals erwahnt, als diese der Herrschaft der nahen Burg in Tynec gehorte. Zusammen mit dieser Besitzung kam Hrušky zur Herrschaft von Břeclav (Lundenburg) im 15. Jahrhundert, die von den Liechtensteinern im Jahr 1638 gekauft wurde, und blieb in ihrem Besitz bis zum Jahr 1848. Die Bewohner wurden von zahlreichen Kriegsplagen des Mittelalters sowie der Neuzeit verfolgt, da die Nahe der ungarischen Grenze und die offene Landschaft nicht viele Gelegenheiten zur Rettung boten. Insbesondere der Dreisigjahrige Krieg traf Hrušky sehr markant: zum Schluss blieben von den ursprunglichen 52 Bauerngehoften 48 verodet, wobei die Gemeinde zu den am starksten betroffenen Gemeinden in Sudmahren zahlte. Zuvor hausten hier im Jahr 1605 die ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai, dann im Jahr 1673 die Turken. Der Lebenswille setzte sich jedoch jedes Mal durch und die Zahl der Bewohner wuchs schrittweise an. Seit der ersten Republik bis dato wird das Erdol im Kataster der Gemeinde gefordert. Wahrend des 2. Weltkrieges versteckte sich hier kurz mit Hilfe der Einheimischen die Fallschirmtruppe Clay mit ihrem Sender Eva. (Den Fallschirmspringern wurde die Gedenktafel gewidmet, die an der Stelle ihres ehemaligen Verstecks platziert ist.)

Das Gelande mit Weinkellern in der passend dazu benannten Kellergasse verrat eine langjahrige Winzertradition und der „Wein aus Hrušky“ begeistert manche Kenner dieses auserst schmackhaften Getrankes. Die Gemeinde ist daruber hinaus auch mit Mahrischen Weinradwegen gesegnet. Die Geschichte des Weinbaus wird ubrigens auch durch das Siegel der Gemeinde aus dem Jahr 1622 belegt, auf dem ein Winzermesser, eine Traube und ein Birnbaum dargestellt sind.

02Die Gemeinde hat eine reiche religiose Tradition, was u.a. die uberraschende Zahl der Statuen und Kreuze belegt: Insgesamt sind es mehr als zehn Statuen, wobei hier exemplarisch die Statuen des hl. Joseph, des hl. Johannes Nepomuk, des hl. Michael und der Dreifaltigkeit, alles Werke vom Ende des 19. Jahrhunderts, genannt werden sollen. Ebenso nennenswert ist selbstverstandlich die Dominante der Gemeinde, die Kirche des hl. Bartholomaus aus dem Jahr 1861, die mit einer Glocke mit einer tschechischen Aufschrift aus dem 17. Jahrhundert verziert ist.

Hrušky ist oft durch Folkloreleben gekennzeichnet. Die gesangsfrohen Leute werden vor allem durch den popularen mannlichen Sangerchor, sowie dem Madchenchor und dem volkstumlichen Kinderensemble Jatelinka erhalten und erweitert. Die authentischen Volkslieder, die Trachten sowie Tanze kann man alljahrlich bei dem traditionellen Bartholomaus- Trachtenfest sehen, das am Namenstag des Schutzheiligen der hiesigen Kirche am 24. August stattfindet. Zu den weiteren regelmasigen Veranstaltungen gehoren auch der Tag der offenen Keller im Juli und die Schau von Wein und Kase im Marz.

Zu den mit der Gemeinde verbundenen Personlichkeiten gehort der ehemalige tschechoslowakische Reprasentant und Rekordmeister, der Laufer Bohumir (Bob) Zhaňal, der hier seine Jugendzeit verbrachte.

www.hrusky.cz

  • Katasterflache: 708 ha
  • Einwohner: 410
  • Hohe: 186 m u. NN

01Das Dorf Josefov befindet sich in der Gegend westlich der Stadt Hodonin, wo Felder, Weinberge und Obstgarten dominieren. Unmittelbar hinter dem Dorf fliest das Flusschen Prušanka durch.

Die Gemeinde wurde im Jahr 1782 auf dem Gebiet eines ehemaligen herrschaftlichen Meierhofes gegrundet, der an der Stelle des ehemaligen Dorfes Kukvice gebaut wurde, das zu den altesten Siedlungen in Podluži gehorte. Zum ersten Mal wird es im Jahr 1383 erwahnt. Unter den bohmisch-ungarischen Kriegen in zweiten Halfte des funfzehnten Jahrhunderts wurde Kukvice niedergebrannt. Kukvice wurde vor dem Jahr 1528 erneuert; wahrend des Dreisigjahrigen Krieges ging es jedoch definitiv unter. Eine Erinnerung an Kukvice wurde bisher in den Namen der Feldstrecken und Weinberge erhalten.

Das neu entstandene Dorf Josefov wurde zu Ehre des Kaisers Joseph II. genannt und es ist bemerkenswert, dass die Bewohner (im Gegensatz zum Dorf Dolni Bojanovice, unter das es anfangs aus der Verwaltungssicht fallt) von der Fronarbeit befreit wurden. Bereits damals handelte es sich um ein landwirtschaftliches Dorf mit einem stark verbreiteten Weinbau, was grundsatzlich nicht einmal einige Jahrhunderte danach anderten. Zur Trennung der Gemeinde kam es erst im Jahr 1867 und zehn Jahre spater entstand hier die Einklassenschule.

Ein Teil der Volkskultur im Dorf sind die traditionellen Brauche, wie z.B. „Smrtnica“, was die traditionelle Begrusung von Fruhling ist (am zweiten Sonntag vor Ostern), das Trachtenvolksfest mit manuellem Kirchweihbaum- Aufstellen (Juli) oder die Winzerzeremoniell „Zaražani hory“ (September). Hier sind der mannliche Gesangschor Josefov, aber auch z. B. der Verein fur Tischtennis und Kynologischer Club tatig. Das alteste Denkmal stellt die Barockstatue der hl. Anna aus dem Jahr 1760 dar, die sich am Rande der Gemeinde Richtung Prušanky befindet. Nach dem Gerucht lies diese ein Hirte bauen, der gerade hier auf dieser Stelle einen Goldschatz fand. Im Jahr 1877 entstand durch den Umbau der hiesigen Kapelle eine den Allerheiligen geweihte Kirche.

Zu den Sehenswurdigkeiten dieser nicht grosen Gemeinde gehort auch fast eine zahlreiche Zahl von Speierlingen, die immer popularer wird. Die Bewohner von Josefov meldeten sich in Wettbewerb um den Titel des Jahres 2008 an und besetzten mit einem unglaublichen Ergebnis von 18 091 Stimmen den zweiten Platz im Rahmen der gesamten Tschechischen Republik.

www.josefov.eu

  • Katasterflache: 1246 ha
  • Einwohner: 1819
  • Hohe: 168 m u. NN

01Der Ostteil des Gemeindekatasters breitet sich in der Flur der Flusse Kyjovka und March (tsch. Morava), der Rest des Gebietes auf der Terrasse uber die Flur aus, die meistens von bewirtschafteten Agrarkulturen gedeckt ist. Die hiesigen archaologischen Funde stammen aus der Stein-sowie Bronzezeit, es wurden ebenfalls romische Munzen entdeckt. Die erste schriftliche Erwahnung uber die Gemeinde, wahrscheinlich mit Kolonisationsursprung, stammt aus dem Jahr 1384. Damals fiel es zusammen mit der Herrschaft von Tynec, zu der es gehorte, dem Markgraf Jošt von Mahren zu. Die Besitzer wechselten dann oft, und zwar bis zum Jahr 1638, als die Herrschaft – damals von Lundenburg – vom Fursten Karel Eusebius von Liechtenstein gekauft wurde. Die Nahe der ungarischen Grenze bedeutete, dass die Bevolkerung bei allen Einfallen von der Ostseite des Flusses March sehr litt (z.B. die ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai im Jahr 1605, die Kuruzen ein Hundert Jahre spater). Die Gemeinde wurde jedoch auch von Hussiten und auch wahrend des Dreisigjahrigen Krieges ausgeplundert. Auch der Brand wutete hier – im Jahr 1829 brannte Kostice bis auf ein Haus vollig nieder, es erholte sich jedoch relativ schnell aus dem Ungluck. Im 19. und noch Anfang des 20. Jahrhunderts beschaftigten sich die Burger dieses landwirtschaftlichen Dorfes mit dem Flechten von Wagenkorben fur die Bauernfuhrwerke in der Winterzeit. Die Weinberge wurden hier etwas weniger als vor einhundert Jahren angelegt, die hiesigen Weine erreichen jedoch heutzutage ausgezeichnete Qualitat.

Was Kultur-und volkstumliche Tatigkeit angeht, sind gleich zwei Zimbelmusikkapellen im Dorf tatig, und zwar die Kapelle von Jožka Severin und Dubrava, weiter der Mannerchor und Frauenchor. Auf die Erhaltung von Traditionen in Podluži, von mahrisch-slowakischen Trachten und Liedern achten auch der Mahrisch-slowakische Zirkel Kostice, das hiesige Gesinde und das Kinderfolkloreensemble Kostičanek. Die Sportinitiative beherrscht den Fusball und die Judo-Abteilung, die alljahrlich die Judosportler-Kollektiven aus der ganzen Tschechischen Republik in der Sokolturnhalle freihalt; gut geht es auch der Abteilung fur moderne Gymnastik.

Die hauptsachliche Folkloreveranstaltung ist die Kirchweih mit Volksfest, die alljahrlich drei Tage lang in der Mitte des Oktobers stattfindet. Besuchen kann man auch andere Veranstaltungen, zum Beispiel den Trachtenball am ersten Januarsamstag.

02In der Gemeinde befindet sich die Kapelle der hl. Theresie aus dem Jahr 1861, die unter Denkmalschutz steht. Ausser ihr stehen noch die Kapelle des hl. Kreuzes, die Balikovych Kapelle aus dem Jahr 1898 und die Statue des hl. Johannes Nepomuk in Kostice unter Denkmalschutz. Wenn Sie sich auf den Weg Richtung Sudosten machen, bietet sich Ihnen ein herrlicher Blick auf den Teich von Kostice, die Wiesen und den Auenwald – Orte fur Ausholung und Wanderungen von Heimischen sowie Besuchern.

Die relativ kleine Gemeinde kann sich mit einer ganzen Reihe von bedeutenden Landsleuten und Burgern loben. Fur alle seien die Singer der Volkslieder Josef Rampaček oder die Gebruder (Zdeněk und Božena) Baťka, der Komponist von Volksliedern František Třetina, der akademische Maler Jaroslav Blažek oder František Tureček erwahnt, der die Wurdigung „Trager der Tradition“ im Bereich Herstellung von Volksschuhen gewann.

www.kostice.cz

  • Katasterfläche: 1006 ha
  • Einwohner: 1213
  • Hohe: 160 m u. NN

01Die Gemeinde Ladna, in der Region des mahrischen Landes zwischen der Autobahn Brno – Bratislava (Brunn/Pressburg) und den Auenwaldern entlang des Flusses Dyje (Thaya) eingekeilt, ist ein stiller und ruhiger Ort, der fur Fans der Wandertouristik sowie Fahrradtouristik geeignet ist. Sie stellt namlich einen der idealen Eingange in die Kulturlandschaft Lednice (Eisgrub) und Valtice (Feldsberg) dar, des Kulturdenkmals auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.

Das Gebiet, auf dem sich diese nicht grose Gemeinde befindet, war bereits in der Urzeit besiedelt, was u.a. die Entdeckungen der Graber der Glockenbecherkultur und der Lausitzer Kultur sowie haufi gere Funde der Aunjetitzer Kultur beweisen. Diese deuten darauf hin, dass hier am Anfang der Bronzezeit eine weitraumigere Siedlung war. Die Gemeinde Ladna selber entstand durch deutsche Kolonisation wahrscheinlich kurz vor dem Jahr 1220, offensichtlich im Zusammenhang mit der Grundung des in der Nahe liegenden Dorfes Podivin. Die erste Erwahnung uber die Gemeinde – damals mit Namen ihres Grunders Reinprecht bezeichnet – findet man bereits im Jahr 1271. Sie wurde oft auch als Lanštorf genannt (erstmals im Jahr 1581). Bis Anfang des 16. Jahrhunderts gehorte sie zur Herrschaft von Podivin, dann ging sie unter die Herrschaft von Lundenburg uber. Sie litt wesentlich wahrend der Kriege und feindlichen Streifzugen im 17. Jahrhundert, auch der Aufmarsch des franzosischen Heeres in den Jahren 1805 und 1809 beruhrte sie spurbar. Wahrend der Okkupation wurde sie dem Grosdeutschen Reich angeschlossen. Das Jahr 1950 brachte die Anderung ihres amtlichen Namens auf den gegenwartigen Namen Ladna mit sich, in der Zwischenzeit von 1976 bis 2006 war sie jedoch nur einer der Stadtteile der Nachbarstadt Břeclav (Lundenburg). Im Januar 2004 fand ein lokales Referendum uber die Trennung der Gemeinde von der oben genannten Bezirksstadt statt und seit 1. 7. 2006 ist Ladna wieder eine selbststandige Gemeinde. Von den Traditionsveranstaltungen kann man zum Beispiel den Trachtenball (Februar) oder das Volksfest (September) nennen, bei ihrem Besuch treffen Sie bestimmt die Mitglieder und Mitgliederinnen des Mahrisch-slowakischen Vereins Lanštorfčane sowie des weiteren Vereins Chasa Ladna.

Das unbestritten sehenswerte Hauptdenkmal ist die neuromanische Kirche des hl. Erzengels Michaels aus dem Jahr 1912, das Werk des Architekten aus dem Liechtenstein-Geschlecht, Karl Weinbrenner, fur welches angeblich 250 Typen von glasierten sowie unglasierten Formstucken und Vormauerziegeln aus der bekannten Fursten-Ziegelfabrik aus Poštorna (Unterthemenau) eingesetzt wurden. Ausserdem findet man hier die Kapelle des hl. Michaels aus dem Jahr 1849, eine Verbeugung des hl. Wendelins aus der 2. Halfte des 18. Jahrhunderts und eine Martersaule aus der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts.

Aus den Landsleuten trat der Schriftsteller František Čapka (pseud. Jakub Ach)in das regionale Bewusstsein.

www.ladna.cz

  • Katasterfläche: 5485 ha
  • Einwohner: 3742
  • Hohe: 164 m u. NN

01Die sudlichste Gemeinde im Mahren, die Stadt Lanžhot, hat einen weitraumigen Kataster, dessen Grosteil sich auf der Aue beim Zusammenfl uss der Flusse Thaya (Dyje) und March (Morava) erstreckt. Hier findet man die regelmasig uberschwemmten Auenwalder und Auenwiesen – die einzigartigen und ausergewohnlich erhaltenen Biotope mitteleuropaischer Bedeutung, dessen Flache ohnegleichen in der Tschechischen Republik ist. Der Name dieser Gemeinde wird zum ersten Mal im Jahr 1384 in der Form Lanczhut oppido erwahnt und die Bedeutung des deutschen Namens Landshut weist auf die damalige Funktion der Gemeinde an der Grenze von drei Landern hin – Mahren, Ungarn und Osterreich. Durch die gegenwartige Stadt marschierten vielmal die einheimischen sowie auslandischen Heere in der Vergangenheit, wobei die Auswirkungen fur die Bewohner nicht selten gleich waren. Interessant ist, dass die seit dem Jahr 1496 dem Geschlecht von Liechtensteiner gehorende Gemeinde die Auswirkungen des zerstorenden Dreisigjahrigen Krieges wie die Lokalitaten in der Umgebung nicht so intensiv erlebte, dafur aber wurde sie bereits im Jahr 1605 beim Einfall von ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai vollig ausgeplundert und niedergebrannt. Harte Kampfe erfolgten hier am Ende des zweiten Weltkrieges, vom 5.–11. April 1945. Der Ort Lanžhot, der in den oben genannten Jahren der Knechtschaft als der einzige Ort im gesamten bohmischen und mahrischen Grenzland nicht Deutschland zufiel, sondern Teil des Protektorats blieb, war die erste befreite mahrische Gemeinde. Der Preis dafur war jedoch schrecklich – viele tote und verletzte Bewohner, teilweise Zerstorung der Gemeinde und einige Hunderte gefallene sowjetische Soldaten, wovon viele bis heute in den unbekannten Grabern in den Waldern zwischen dem Fluss March (Morava) und dem Ort Lanžhot liegen.

Seit dem Jahr 1900 wurde die Gemeinde als Marktflecken bezeichnet, am 27. Juni 2001 erhielt Lanžhot den Stadtstatut.

Heutzutage lebt sie mit einer ausergewohnlich abwechslungsreichen Tradition der Volksfeste und Gebrauche, der charakteristische Dialekt ist bisher sehr verbreitet. Wahrend des Kirchweihfestes, das mit dem Maibaumaufstellen von Hand mit einer Lange von vierzig Meter begleitet wird und Mitte September stattfindet, kann man immer noch zig Paare hiesiger Dorfburschen und Madels in der herrlichen Volkstracht sehen. Diese zieht sich jedoch die Dorfjugend auch an anderen mit Kirchfesten und Zeremonien verbundenen Festtagen oder bei den Vergnugungen an, wie z.B. der Trachtenball (Januar) oder Fasching (Februar). Beliebt ist auch das Treffen der Volkszahler „O lanžhotsky přegulňak“ im August. Ihren Ruhm gewannen der hiesige mannliche und weibliche Sangerchor, bekannt ist auch die Blasmusikkapelle Lanžhotčanka.

02Aus den Denkmalern verdient Beachtung die Kirche der Erhohung des Heiligen Kreuzes, die aus dem Jahr 1550 stammt, jedoch mit Beihilfe des Fursten Johannes von Liechtenstein im Jahr 1893 vollig umgebaut wurde. Unter Denkmalschutz stehen auch die Statue des Rotarmisten und die Kapelle bei der Strase in den Nachbarort Kostice; bis heute findet man hier die traditionellen Hauser mit dem gemalten Vorbau vor der Haustur und den Volksornamenten. Es ist moglich, sich mit der Geschichte sowie Volkerkunde von Lanžhot im hiesigen Museum vertraut zu machen.

Durch die Gemeinde fuhrt auch der Mahrische Weinradweg und als Tipp auf eine Naturmerkwurdigkeit kann man die Naturschutzgebiete Ranšpurk und Cahnov – Soutok nennen, von denen Waldteile mit Urwaldcharakter geschutzt werden. Der Blick auf die Flussarme mit Altwasser, stehenden Gewasser oder die Erhohungen – die Gipfel der Sanddunen stellen ein einzigartiges Erlebnis fur den Naturliebhaber dar. Das gesamte Gebiet ist daruber hinaus eine bedeutende Fundstatte einer ganzen Reihe von Tierarten, Pflanzen und Pilzen und wurde nach der Ramsar-Konvention als Sumpf von internationaler Bedeutung erfasst.

Die hiesigen Personlichkeiten werden wie folgt vertreten: Sangerin der Volkslieder Božena Šebetovska, die Komponisten dieser Lieder Rozalie Horakova und Vojtěch Bartoš, der Musikkomponist Metoděj Prajka, der Leiter der Luftlandetruppe Clay – Eva Antonin Bartoš, der Regierungskommissar in Břeclav (Lundenburg) nach dem Jahr 1918 Josef Pyskaty und auch der Ministerialrat und Verfasser des Szenarios zum Film „O děvčicu“, dem ersten Film mit der volkstumlichen Thematik bei uns.

www.lanzhot.cz

  • Katasterflache: 752 ha
  • Einwohner: 2830
  • Hohe: 176 m u. NN

01Die Gemeinde Lužice liegt in der fruchtbaren Landschaft Sudmahrens, von Kirsch-, Pfirsich und Apfelgarten und selbstverstandlich von Weinbergen umgeben. Zum unterirdischen Bodenschatz gehoren die gegenwartig intensiv ausgenutzten Vorkommen des Erdols, des Erdgases und Lignits. Der Name der Gemeinde leitet sich jedoch von haufigen Wasserfl achen ab, die sich hier in langst vergangenen Zeiten ergossen.

Die Spuren von ersten Insassen kann man bis zur Jungsteinzeit (Neolithikum) auf dem Gebiet von Lužice beobachten. Die alteste schriftliche Erwahnung uber die Gemeinde stammt aus dem Jahr 1250, als diese in Besitz des Klosters von Velehrad kam. Im Jahr 1359 wurde diese nach der Aufzeichnung in der Landtafel von Vilem z Potštejna gekauft. Die mittelalterliche Landgutfestung, die sich hier befand, ging Ende des 14. Jahrhunderts zugrunde. Anfang des Jahres 1511 gehorte Lužice der Herrschaft von Hodonin. In der Geschichte der Gemeinde war – ubrigens genauso wie bei anderen Regiongemeinden – das 17. Jahrhundert der schlimmste Zeitraum, insbesondere dann die Zeit wahrend des Dreisigjahrigen Krieges. Die Gemeinde wurde damals einige Male vollig ode und wust. Ihre neuzeitliche Geschichte hat die Entstehung und Entwicklung der Industrie gebrandmarkt. Direkt auf dem Kataster der Gemeinde waren einige Lignitgruben in den Jahren zwischen 1840 und 1931 tatig; zur Zeit ist nur noch die Grube von Mikulčice Důl Mir (Grube Frieden) im Betrieb. Im Zeitraum 1870 - 1933 stand hier auch eine grosse Fabrik zur Glasproduktion. Obwohl Lužice uberwiegend eine Industriegemeinde mit einem modernen aufwachsenden Wohnungsausbau ist, finden der Volksgesang, Tanz und die bunten Trachten immer noch genug Platz im Leben der vielen hiesigen Leuten. Dies beweisen unter anderem bereits drei „Muhlenbescheider von Podluži“, die Sieger von „verbuň“ bei den regionalen Volksfesten Podluži im Lied und Tanz, die aus Lužice stammen. Die Kyrill-Method-Kirmes feiert man hier am Anfang Juli, diese ist mit dem Vorkirmes- Singen und der Zimbelmusik verbunden. Ein anderes Thema ist dann das Bildhauer-Symposium „Holz – Stein“, das ebenfalls in Juli stattfindet. Hier sind der mannliche Gesangschor, der Mahrisch-slowakische Zirkel Lužice, der Kirchenchor, die Kinderkapelle mit Zimbelmusik, das volkstumliche Ensemble Lužičanek und viele weitere Ensembles tatig, dank denen die Gemeinde ein reiches Kultur-und Gesellschaftsleben wahrend des ganzen Jahres lebt. Und wenn man die franzosische Sprache hort, ist es hochstwahrscheinlich deswegen, da Leute aus der franzosischen Partnergemeinde Isdes zu Besuch in Lužice sind.

02Eine Dominante der Gemeinde ist die den grosmahrischen Glaubenboten Kyrill und Method geweihte Kirche, die im Jahr 1874 fertiggestellt wurde, mit der Dekoration des Malers Jano Kohler aus dem Jahr 1932.

Vor kurzem wurde das sog. Alte Quartier instandgesetzt, ein Denkmal der traditionellen Volksarchitektur, die Dauerausstellung des Wohnens sowie kurzzeitige Ausstellungen. Den Sportanhangern stehen seit dem Jahr 2008 eine moderne Sporthalle im Gelande TJ Banik und der Fussballplatz mit kunstlicher Bewasserung zur Verfugung. Zur Erholung dient dann das Gelande mit Freibad Lužak – Cihelna. Wenn man jedoch nach Ruhe und Stille der Natur sehnt, so fuhrt der Weg zum nahen Komplex von einigen Teichen in der Lokalitat Pisečna. Der spiegelnde Wasserspiegel wird von Mischwald, dem Paradies der Pilzsammler, umgerahmt, und mit Weiden, Rohricht und Rohrkolben umwachsen wird das zum Zuhause von vielen seltenen Arten der Wasservogel, Tierarten und Insekten. Ostlich von der Gemeinde an den Ufern des Flusses March (Morava) mit Vogelhecken von Storchen befindet sich ein Auenwald.

Lužice ist der Geburtsort des Musikologes Miroslav Barvik, der mit belehrenden Funksendungen uber die Musik beruhmt wurde. Hier lebten auch der Lehrer, Graphiker und Kampfer gegen Faschismus Jaroslav Dobrovolsky, weiter Štěpan Kurka, der als der erste tschechoslowakische Flieger des 2. Weltkrieges im Jahr 1939 beim Luftangriff im polnischen Dublin starb, und Štěpan (Štefin) Přikazsky, der Werber, Volkssanger und der letzte Dudelsackpfeifer von Lužice; uber sein Leben in Amerika berichten die Reisenden Hanzelka und Zikmund in ihrem Buch Tam za řekou je Argentina (in deutscher Sprache publiziert als Zwischen Parana und Rio de la Plata – Verlag Volk u. Welt (1956).

www.luziceuhodonina.cz

  • Katasterfläche: 1530 ha
  • Einwohner: 1942
  • Hohe: 165 m u. NN

01Das durch archaologische Ausgrabungen beruhmte Dorf in der nicht weiten Slawischen Burgstatte in Mikulčice befindet sich sudwestlich von der Stadt Hodonin, am Flusschen Kyjovka. Die fruhmittelalterliche Burgstatte befand sich im Dorfkataster in der Nahe des Flusses March (tschechisch Morava) und gehorte im 9. Jahrhundert zu den bedeutendsten Zentren des Grosmahrischen Reiches. Der Name ist nicht erhalten geblieben, genauso wenig wissen wir leider, welche Funktion die Burgstatte in der Staatverwaltung, in Wirtschaftsund Religionssachen erfullte. Die gesamte besiedelte Flache der Anlage kann auf 30-50 Hektar geschatzt werden. Nach dem Untergang des Grosmahrischen Reiches durfte vielleicht ein Teil der Bevolkerung der Burgstatte in den Raum des heutzutage bebauten Teils von Mikulčice auswandern, wovon es archaologische Funde gibt, die in 10. bis in erste Halfte des 11. Jahrhunderts datiert werden.

Mikulčice wird 1141 erstmals schriftlich erwahnt, damals war es im Besitz der Grospfarrei Lundenburg (tschechisch Břeclav). Im Hochmittelalter standen auch zwei Festungen im Kataster von Mikulčice, die offenbar in der unruhigen Zeit der Hussitenkriege untergingen. Wahrend des ganzen Mittelalters sowie der fruhen Neuzeit wurde das Dorf durch Einfalle von benachbarten Ungarn geplagt, im 19. Jahrhundert leidet es an haufigen Fluten sowie mehrmaligen Branden. Mit Beginn der Erdol- und Lignitforderung im bereits erwahnten 19. Jahrhundert wandelt sich der Charakter des Dorfes mit landwirtschaftlichen Arbeitern um. Im Jahr 1951 wurde das Nachbardorf Těšice dem Ort Mikulčice angeschlossen.

Hier sind CM Slovacko sowie CM Slovacko mladši (jr.) tatig, weiter Chasa Mikulčice, der Mannerchor und auch der Kirchenchor und das Orchester mit mehr als Hundert Teilnehmern aus der Gemeinde und Umgebung.

Die Trachtkirchweih mit Volksfest findet jeweils am dritten Sonntag in August im Dorf statt, und zwar zusammen mit der Veranstaltung Wein und Heurige aus den offenen Kellern; es gehen ihr die Kost von Branntweinen im Januar, der Trachtenball im Februar, die Weinkost im April und das Festival der offenen Keller im Juni vorher. Unvergesslich sind auch die eindrucksvollen Weihnachtskonzerte. Im Gelande der Slawischen Burgstatte findet alljahrlich am 5. Juli die Kyrill- Method-Kirmes unter Beteiligung von den grosten orthodoxen Wurdentragern statt, im Mai treffen hier in der Orthodoxen Kirmes die in der Tschechischen Republik wohnhaften bulgarischen Burger zusammen und im Juni findet hier eine Griechisch-katholische Kirmes statt. Kein Wunder, dass Mikulčice Trager des Preises des Rudolf II. fur vorbildliche Beziehung zur Kultur ist. Aus Sportveranstaltungen errang das Renommee das Strasenrennen „Das grose Mahren“, das in den Grand-Prix-Wettkampf aufgenommen wurde.

Die Denkmale sind naturlich von der oben genannten Slawischen Burgstatte in Mikulčice mit zwei Ausstellungen vertreten (Das grosmahrische Mikulčice – Furstenburg in der Talaue des Flusses March und das grosmahrische Mikulčice – Zweite Kirche und Sakralarchitektur der Furstenburg) und mit der Besichtigungstrasse, die Fundamente einiger entdeckten Kirchen und die der Furstenburg den Besuchern naher bringt. Eine bestimmte Besonderheit ist hier die direkt im Gelande der Burgstatte tatige Poststelle Velkomoravske Mikulčice (Das grosmahrische Mikulčice). Es ist hier auch die Arbeitsstatte des Archaologischen Institutes der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Brunn tatig.

Direkt im Dorfkern steht die gotische Kirche der Himmelfahrt der Jungfrau Maria, wo ein einzigartiger Altar aus den im Flussbett der March gefundenen Eichenstammen zu sehen ist. Vor der Kirche fanden die Barockstatuen des hl. Ulrichs und des hl. Johannes Nepomuk ihren Platz, und ein Stuck weiter im Park ist ein Holzkreuz, sog. Lekavych křiž aufgerichtet, ein reich geschnitztes Werk des volkstumlichen Holzschnitters, František Vymyslicky aus Dolni Bojanovice. Die Kapelle des hl. Rochus (nationales Kulturdenkmal) am Friedhof wird vom gemalten mahrischslowakischen Vorbau vor der Haustur (sog. „žudro“) geziert. Mit diesem Vorbau ist auch das Pfarr-und Rathaus geziert, wo die Statuengruppe des hl. Kyrills und Methodes steht. Erwahnenswert ist auch das Gelande der sog. Bauden von Těšice beim Weg nach Lužice, bzw. die Mikultschitzer Keller bei der Jagerhutte, und die Grube Frieden (Mir) mit Lignitforderung. Fur einen Waldausfl ug kann das Naturschutzgebiet Skařiny mit Vogelhecke des Weisstorches und des Graureihers empfohlen werden. Die Umgebung dieser Lokalitat wurde in den Naturpark Mikulčicky luh umgefasst.

An der imaginaren Spitze von Landleuten aus Mikulčice steht bestimmt der Komponist von vielen bekannten mahrisch-slowakischen Liedern, die volkstumlich wurden, der Veranstalter des volkerkundlichen Lebens in Podluži und Mitgrunder und Chefredakteur der volkerkundlichen und heimatkundlichen Zeitschrift der Mahrischen Slowakei Malovany kraj („Gemalte Gegend“) František Hřebačka, mehr als Fanoš Mikulecky bekannt. Ausser ihm stammen von hier auch der Divisionsgeneral in der ersten Republik, spaterer Haftling des kommunistischen Regimes, František Nosal oder akad. Bildhauer Jaroslav Jurčak und akad. Maler Pavel Vavrys. Im Kampf gegen die Nazis starb der Flieger des 311. Bombengeschwaders in Grosbritannien, Rudolf Bolfik.

www.mikulcice.cz

  • Katasterflache: 2341 ha
  • Einwohner: 2580
  • Hohe: 190 m u. NN

01Der vorwiegende Teil des Katasters, einer der grosten Gemeinden der mahrischen Slowakei, wird von der intensiv bestellten landwirtschaftlichen Region mit einem uberwiegenden Teil an Ackerland gebildet; man findet hier auch einen schmalen Streifen an Auenwaldern, die den Flusslauf der March (Morava) und die fruchtbaren Weinberge saumen. Das hiesige Gebiet wurde bereits in der Urzeit besiedelt, was die archaologischen Funde der Volkssiedlung mit der Keramik der Glockenbecher aus der Bronzezeit beweisen. Im Mittelalter stand hier eine Kolonisationssiedlung des Klosters von Velehrad namens Walterstoph (die erste schriftliche Erwahnung stammt aus dem Jahr 1261), welches kurz darauf in Waltersdorf umbenannt wurde. Ebenso wie viele andere Ortschaften an der Grenze, bezahlte sie ihre Lage; nach den Streifzugen von ungarischen Seite ging sie abwechselnd unter und wurde anschliesend erneuert. Seit dem Jahr 1384 schreibt man daruber als Noveville, das heist Neudorf. Den Zusatz „Mahrisch“ bekam sie jedoch erst im Jahr 1911. Zu den bedeutendsten Besitzern der Gemeinde kann man auser dem oben genannten Konvent von Velehrad das Geschlecht von Zierotin, das seit 1528 zu der Herrschaft von Lundenburg (Břeclav) gehorte, sowie die Fursten von Liechtenstein nennen. Wahrend ihrer Regierung brach ein erfolgloser Aufstand der Untertanen im Teil von Podluži im Jahr 1738 aus, dessen Zentrum sich in Nova Ves befand. Im Jahr 1807 wurde die Gemeinde auf einen Marktflecken erhoben und es wurden drei Markte zugelassen.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wandelt sich die bisher rein landwirtschaftliche Gemeinde in eine halbindustrielle Gemeinde um, in der eine Vielzahl an neuen Unternehmen entstanden. Trotz allem wird jedoch grosen Wert auf den Weinbau gelegt. Mit 160 Hektar Weinbergen und ungefahr 170 Weinkellern kann man eine breite Palette an goldenen und rubinfarbigen Weinsorten von ausgezeichneter Qualitat geniesen! In Moravska Nova Ves wird noch immer ein recht lebhaftes Folkloreleben erhalten. Die Schonheit der Volkstracht, die herrlichen Lieder sowie die typischen Tanze kann man alljahrlich z.B. bei folgenden Veranstaltungen antreffen: Tag der offenen Keller, der im Juli stattfindet, St. Jakob-Fest am letzten Sonntag im Juli, das Weinlesefest im September, Fest der Weinweihe am 26. Dezember oder der Trachtenball am letzten Januarsamstag. Das Renommee gewann ebenfalls der Tag der Handwerke (1. Mai).

In der Gemeinde sind sowohl der Mahrischslowakische Zirkel, als auch der mannliche und weibliche Sangerchor, als auch das Kinderfolkloreensemble Jatelinka, sowie der Winzerverein, die Sportclubs und viele Weitere aktiv tatig.

02Die Denkmaler werden insbesondere durch die im Jahr 1773 gebaute Kirche des hl. Jakob vertreten, von der die Statuen des hl. Wenzel und hl. Florian aus der ersten Halfte des 18. Jahrhunderts stammen. Weitere Heiligen, deren Plastiken in Moravska Nova Ves zu sehen sind, sind der hl. Johannes Nepomuk und die hl. Anna; es lohnt sich auch, den hiesigen Friedhof zu besichtigen, auf dem sich der vom Bildhauer Franta Uprka geschaffene Grabstein befi ndet. Nicht zuletzt offnet auch die Natur ihre Arme: In der von der Sonne erhitzten, hitzefl immernden Luft zeigen die herrlichen Seen den Weg zu den Auenwaldern, die von der einzigartigen Fauna sowie Flora strotzen...

Zu erwahnen sind die Namen einer ganzen Reihe von Personen, die in der jeweiligen Zeit mit der Gemeinde verbunden waren. Hierzu zahlt zum Beispiel der Rechtsanwalt und Sekretar des Verbandes der Industriellen der Slowakei, Josef Maděřič, in der Zeit der Republik vor Munchen fur den der oben genannte Grabstein vom Bildhauer Franta Uprka auf dem hiesigen Friedhof geschaffen wurde.

www.mnves.cz

  • Katasterflache: 1354 ha
  • Einwohner: 1423
  • Hohe: 198 m u. NN

01Die Gemeinde liegt inmitten der landwirtschaftlichen Region, wo Ackerland, teilweise mit Obstgarten und Weinbergen erganzt, uberwiegt; im einzelnen erstreckt sie sich in dem flachen Tal auf dem rechten Ufer des Bachs Prušanka.

Das hiesige Gebiet wurde bereits in der Urzeit besiedelt. In der Ziegelfabrik hinter dem Žižkovsky Teich wurden zum Beispiel eine Siedlung, sowie die Graber der Aunjetitzer Kultur und eine Siedlung der Grabhugelkultur gefunden. Es wurden hier ebenfalls die slawischen Graber aus dem 9. - 10. Jahrhundert gefunden.

Die Gemeinde selbst zahlt jedoch zu den jungsten Gemeinden in der Gegend; sie entstand erst im Jahr 1731 auf Anlass des Inspektoren der liechtensteinischen Herrschaften, Jan Maxmilian Žižka, der uber die Bodenverteilung an die Siedler entschied und nach dem die Gemeinde benannt wurde. Zuvor befanden sich auf ihrem Platz nur ein furstliches Jagdhaus und ein Hengstdepot. Moravsky Žižkov gehorte anfangs zum Nachbarort Velke Bilovice, von dem es sich im Jahr 1792 trennte und seitdem selbststandig ist. In der zweiten Halfte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte die Nationale Faschistische Gesellschaft (Narodni obec fašisticka) eine starke Position in der Gemeinde. Seit der ersten Republik wird das Erdol in der Umgebung gefordert. Die lebende Folkloretradition wird immer noch bei dem Kirchweihfest erhalten, das jeweils am dritten Septembersonntag stattfand. Am 17. August 2002 wurde jedoch die neue Kirche der Jungfrau Maria der Siegerin in der Gemeinde eingeweiht und das Fest damals auf Wunsch der Burger auf diesen Termin verschoben. Zu dieser Weingegend gehoren selbstverstandlich auch die herrlichen versteckten Winkel der Weinkeller, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass die Winzer hier im August feiern – mit der traditionellen Winzerzeremoniell „zaraženi hory“.

Die Gemeinde ist durch ihre Tradition des Laientheaters (das Theaterensemble Šejkspir), des mannlichen und weiblichen Sangerchors bekannt. Auf die Vergangenheit weisen einige Gussund Mauerkreuze aus dem 19. Jahrhundert, die Statue des hl. Johannes Nepomuk und die Kapelle des hl. Florian aus dem Jahr 1852 hin, die im Park im Gemeindezentrum versteckt ist, wo man im angenehmen Schatten der massiven Baume ausruhen kann. An die Parkanlage knupft das majestatische Gebaude der Grundschule an, in der man mehr als siebzig Jahre lang unterrichtet hat und die zusammen mit der Dominante der oben genannten Kirche eine moderne Architektur in Moravsky Žižkov vertritt.

www.moravskyzizkov.cz

  • Katasterfläche: 297 ha
  • Einwohner: 168
  • Hohe: 246 m u. NN

01Der gegenwartige Name Novy Poddvorov leitet sich gleich wie beim Nachbardorf - Stary Poddvorov – von der zugrunde gegangenen Siedlung Potvorovice (und nachfolgend der Kleinstadt Potvorov) ab, die dem Kloster von Velehrad gehorte und unter bohmisch-ungarischen Kriegen in der zweiten Halfte des 15. Jahrhunderts zugrunde kam. Bis heute blieb danach nur der Name der Feldstrecke Kosteliska.

Erst im Jahr 1783 wurde wahrend der Regierung des Kaisers Joseph II. die gegenwartige Gemeinde Novy Poddvorov gegrundet, konkret auf den oden Untertanenfeldern im Mutienitzer Hugelland, ungefahr funfzehn Kilometer westlich von der Stadt Hodonin. Nach der Tracht geschatzt, stammten die neuen Ansiedler wahrscheinlich aus umgebenden Dorfern der hannakischen Slowakei. Die Bodenbonitat war in dieser Gegend sehr gut; kein Wunder, dass die Bewohner sich der Landwirtschaft und auf den passend gelegenen Weinbergen auch dem Weinbau widmeten – immer noch gedeihen die anspruchvollsten Weinsorten. Seit den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wird Gas in der Umgebung gefordert.

Alljahrlich wird ein Tag der offenen Keller in Juni in Novy Poddvorov veranstaltet. Die groste Touristensehenswurdigkeit hier, auf der hochstgelegenen Stelle in der Region Podluži, stellt zweifellos der neu gebaute, ungefahr dreisig Meter hohe Aussichtsturm Na Podluži. Spezifi sch ist seine architektonische Losung, die an die Form eines Forderturms mit Absicht erinnert – Hintergrund ist es, die Bedeutung der Erdolforderung fur das breitere Gebiet der Regionen Hodoninsko und Podluži zu betonen.

www.obecnovypodvorov.eud.cz

  • Katasterflache: 1414 ha
  • Einwohner: 2120
  • Hohe: 185 m u. NN

01Die Gemeinde Prušanky liegt westlich von der Stadt Hodonin, im flachen Tal des Flusschens Prušanka zwischen zwei Erhebungen namens Nechory und Jochy.

Die Umgebung der Gemeinde war bereits in der Urzeit besiedelt, die bedeutsameren Spuren nach Anwesenheit des Menschen stammen jedoch erst aus der Bronzezeit und auch aus der Zeit, als slawische Stamme einwanderten – aus diesem Zeitraum wurde eine umfangreiche Begrabnisstatte einschliesslich des Grabes eines Grossen des Reiches von Archaologen auf der Strecke Podsedky freigelegt.

Die erste schriftliche Erwahnung uber Prušanky knupft sich an das Jahr 1261. Damals geht das Dorf – unter dem Namen Prusy (die Bezeichnung von heute wurde erst seit Ende des 16. Jahrhunderts verwendet) – in Besitztum des Zisterzienserklosters in Vizovice. Nach Untergang des Konventes im Jahr 1497 gewinnt das Herrengeschlecht von Kunstadt das Dorf. Es ist jedoch aufgrund der in zweiter Halfte des 15. Jahrhunderts erfolgten bohmisch-ungarischen Kriege ode und leer. Erst in der ersten Halfte des folgenden Jahrhunderts gelang es, dieses wiederzubesiedeln. Im Jahr 1536 geht das Dorf ins Eigentum von Prusinovsky von Vickov uber, nach dem Weisen Berg wird es von olmutzer Jesuiten verwaltet und nach der Aufl osung des Ordens im Jahr 1773 zahlt es zum Eigentum des sog. Studienfonds.

Im 16. Jahrhundert lies sich hier eine Kommunitat von Wiedertaufern nieder, im Jahr 1605 wurde das Dorf von ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai abgebrannt, im Jahr 1842 brannte es fast vollkommen nieder, die von preusischen Soldaten im Jahr 1866 mitgebrachte Cholera traf es sehr. Kurz danach wanderten ungefahr ein Hundert Familien nach Russland und vor allem nach Kroatien von hier aus.

Heutzutage widmet sich der uberwiegende Teil von Burgern dem Weinbau, der hier in Prušanky eine seit einigen Jahrhunderten lange Tradition hat, als Frucht sind ausgezeichnete leichte weise Weinsorten. An den Wein knupft sich auch die Folklore, die hier grose Belebung durch Grundung des volkstumlichen Ensembles Podlužanek bedeutete. Aus diesem entstanden auch die Zimbelmusiken Šohaj und Verbuňk. Der Mahrisch-slowakische Zirkel ist auch aktiv.

02Das groste Fest im Dorf ist die Trachtenkirchweih mit Volksfest „unter dem grunen“ in August, das mit der am Vorabend veranstalteten Zimbelmusik verbunden ist. Im Januar finden hier der Manner- und und Trachtenball, im September dann die Winzerzeremoniell zaražani hory und Winzerfest statt. Diese Winzerfeste werden in unnachahmlichem Flair der bekannten Lokalitat Nechory veranstaltet, die circa von 400 Weinkellern gestaltet ist und nur einen Katzensprung von der Gemeinde entfernt ist. Mann kann sie auch auf dem Weinradweg erreichen. Das wertvollste Kulturdenkmal der Gemeinde ist die spatbarocke Kirche des hl. Isidor aus dem Jahr 1758, die an Stelle der ursprunglichen Kapelle gebaut wurde und das Altarbild von Ignac Raab versteckt. Beim Weg nach Nechory steht seit dem Jahr 1847 die Statue des hl. Johannes Nepomuk, in Nechory dann das Marterl aus den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die alteste Plastik ist die Statue des hl. Florians aus dem Jahr 1839, die heutzutage ihren Platz im Park fand.

Aus der Gemeinde stammen zum Beispiel der Grunder des Hodoniner Symphonischorchester Jan Nosek; der Philosoph, Universitatspadagoge und Publizist Prof. PhDr. Jakub Netopilik, DrSc., oder der Grunder einiger Zimbalmusiken in der Region Hodonin und Břeclav, Pavel Čech.

www.obecprusanky.cz

  • Katasterflache: 1260 ha
  • Einwohner: 4082
  • Hohe: 207 m u. NN

01Die Gemeinde befindet sich nordlich von der Stadt Hodonin, von drei Seiten mit dem weitraumigen Waldkomplex Doubrava umgeben.

Das Gebiet von Ratiškovice wurde wahrscheinlich ohne langere Unterbrechungen, seit dem jungeren Palaolithikum besiedelt. Dies beweisen auch die archaologischen Funde von wohl allen folgenden Zeitraumen bis zum Einzug der Slawen. Der erste schriftliche Bericht uber die Gemeinde bezieht sich auf die Urkunde des olmutzen Bischofs Jindřich Zdik aus dem Jahr 1131. Im 14. Jahrhundert gehorte Ratiškovice zum Besitz der Markgrafen von Mahren, danach wechselten in der Haltung die verschiedenen Landedel-, aber auch herrschaftlichen Geschlechte (z.B. die Pernsteiner, Herren von Leipa, die Liechtensteiner, die Czobor). Unruhig war es hier wahrend der Hussiten- sowie folgenden bohmisch-ungarischen Kriege, als in der unmittelbaren Umgebung der Gemeinde gleich einige Siedlungen zugrunde gingen (z.B. Jarohněvice, Roztrhanky). Der zerstorende Streifzug von ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai erfolgte im Jahr 1605, die Zahl der Bewohner reduzierte sich markant wahrend des Dreisigjahrigen Krieges. Im Jahr 1762 kam die Gemeinde in direkten Besitz der herrschenden Habsburger Dynastie. Damals hatte sie noch einen landwirtschaftlichen Charakter, die Umwandlung stand seit Mitte des 19. Jahrhunderts bevor, als hier die Ziegelfabrik entstand, und vor allem seit Anfang der 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts - mit dem Aufbau der damals modernsten europaischen Lignitgrube Tomaš (heutzutage geschlossen), die nach seinem Grunder, dem Industriellen Tomaš Baťa genannt wurde. Im Zusammenhang mit der Forderung wurde auch die Waggonbahn in die Bahnstation in Rohatec errichtet, damit das geforderte Gestein in die Bata-Fabriken in Zlin befordert werden konnte, weiter wurde die Kolonie von mehr als 30 modernen Doppelhausern gebaut, die von den Angestellten der Grube bewohnt wurden, dieser Ortteil heist Baťovka.

Von den traditionellen Veranstaltungen in der Gemeinde kann man die Trachtenballe im Januar oder das Trachtenfest im Oktober besuchen. Im Mai erfolgt das traditionelle Zusammentreffen des mannlichen und weiblichen Sangerchors im Gelande der Weinkeller in Slavin namens Singen unter dem Gipfel Naklo, am Festtag des hl. Kyrill und Method (5.7.) findet die Wallfahrt beim Lilienkreuz auf dem Gipfel Naklo statt. Der zweite Julisamstag ist dem internationalen Festival der Blasmusikkapellen gewidmet. Auch heutzutage spielt eine grose Rolle die Folklore in Ratiškovice. Hier sind die Kinder- Zimbelkapelle, das Kinderfolkloreensemble, das Ensemble Ratiškovska Dolina, der Mahrisch-slowakische Zirkel, der Mannliche Sangerchor oder der immer popularer weibliche Sangerchor Robky ze Sečky tatig. Hier spielen auch die Blasmusikkapellen Dolanka und die jugendliche Kapelle Vesela muzika. Die grosen Erfolge im Fusball erreichte vor einiger Zeit der FK Banik Ratiškovice im modernen Sportareal, der sogar im Finale ČMFS im Jahr 2000 spielte.

Hier steht das Museum „Im Waggon“, das in zwei Eisenbahnwagen platziert ist und vor allem uber den Bergbau in Ratiškovice und der Umgebung informiert. Seinen Besuch kann man mit einer kurzen Sonderfahrt auf dem bereits erwahnten ehemaligen Bahnanschluss in Richtung Rohatec verbinden. Die Denkmaler der Gemeinde werden z.B. von der Kapelle des hl. Joseph aus dem Jahr 1850 oder die nur sieben Jahre altere Kirche des hl. Kyrill und hl. Method vertreten, wo die wahrscheinlich gotische Holzstatue der Madonna mit Christkind zu fi nden sind. Oberhalb der Gemeinde, auf dem hochsten Gipfel der Unteren Marchebene – dem oben genannten Naklo, wurde als Erinnerung an die Mission des hl. Kyrill und Method ein sieben Meter langes Lilienkreuz im Jahr 2004 installiert. Eine Wanderung verdienen ganz bestimmt die Walder Doubrava. Obwohl der Name vom Eichenforst abgeleitet wurde, befinden sich hier fast keine Laubbaume mehr, da es zu einer umfangreichen Abholzung im 18. Jahrhundert kam und die Sandsturme die Dunen mit einigen Zehner Meter auf den offenen Flachen bildeten. Das Problem wurde mit einem Kieferbestand gelost, trotzdem ist dieses Gebiet mit seiner Zusammensetzung mit Gobi, der trockensten Wuste auf der Welt gleich. Von hier aus stammt auch die markige unoffizielle Bezeichnung dieses Waldkomplexes – Die Mahrische Sahara.

Aus der Gemeinde stammt eine ziemlich lange Reihe von bedeutenden Landsleuten, u.a. der Professor der Ethnologie und Verfasser von einigen grundlegenden Fachpublikationen aus diesem Bereich Vaclav Frolec, der Ballettmeister und Choreograf des Nationaltheaters in Brunn Ivan Přikasky, der Bildhauer Miroslav Kovařik, der Keramiker Karel Němec, der Verfasser der Bucher uber die Gemeinde František Toman oder die Kampfer gegen Nazismus Jaroslav Kotasek oder Vit Přikasky und der Papstpralat Viktor Mlejnek.

www.ratiskovice.com

  • Katasterflache: 1745 ha
  • Einwohner: 3413
  • Hohe: 181 m u. NN

01Die ausgedehnte Gemeinde wird von drei Ortsteilen gebildet – das Dorf selbst mit dem Teil genannt Na Kopci (Auf dem Hugel), weiter die Kolonie, die im 19. Jahrhundert beim Ausbau der Hauskolonie fur die Angestellten hiesiger Zuckerfabrik ihren Namen bekam, und der Teil Soboňky, der erst im 1826 entstand und erst im Jahr 1960 dem Dorf angeschlossen wurde. Die Gemeinde ist etwa funf Kilometer nordlich von der Stadt Hodonin zu finden, von einer Seite vom Flus March (Morava), von der anderen Seite vom Waldkomplex Doubrava begrenzt. Sie war bereits in der Urzeit besiedelt, spatestens jedoch in der jungeren Steinzeit. Die erste schriftliche Erwahnung uber das Dorf ist die Urkunde aus dem Jahr 1270, wo der Name seines Besitzers Tvrdek von Rohatec (de Rohaz) aufgefuhrt ist. Anlas zur Besiedlung war wahrscheinlich die Handelsverbindung von Mahren mit Oberungarn mittels Ubergang uber den Flus March, was die uralte Fahre - „pas rohatecky“ beweist. Irgendwo in diesen Stellen stand auch eine Festung in alten Zeiten, und von hier aus entwickelte sich Rohatec auch. Nach zahlreichen Flusmaandern mit Sandbanken, sog. Ecken, bekam das Dorf wahrscheinlich auch seinen ungewohnlichen Namen. Die Bewohner beschaftigten sich mit Fischfang, Krebsenfang und Landwirtschaft.

Im Jahr 1368 fiel das Dorf ins Eigentum der Herrschaft von Stražnice zu und blieb ihr Bestandteil bis 1848. Im 15. Jahrhundert wurde es einige Male niedergebrannt und ahnlich war es auch im 17. Jahrhundert, als der Einfall von ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai und Auswirkungen des Dreisigjahrigen Krieges nicht ausblieben. Zum Aufschwung kommt es erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts, insbesondere nach Ausbau der oben genannten Zuckerfabrik in der Kolonie, einer der ersten Zuckerfabriken in Mahren. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand hier eine Zuckerwarenfabrik, die gut bekannte Maryša. Im Jahr 1986 verlor Rohatec zwar seine Selbststandigkeit und wurde der Stadt Hodonin angeschlossen, jedoch nur fur kurze Zeit – vier Jahre spater war es wieder selbststandig.

Die Volkskunst zeigt sich hier unter anderem an der Zierung von Ostereiern durch das Auskratzen oder Malen. Das Kinderfolkloreensemble und der Manner-sowie gemischte Sangerchor sind im Dorf tatig.

Die Besucher konnen auf Weinkost an Osterfeiertagen oder auf Kinderfolklorefestival eingeladen werden, das in der Regel im Mai stattfindet. Es ware auch nicht empfehlenswert, die traditionelle Bartholomaus-Trachtenkirchweih auszulassen, die in August stattfindet. Eine Woche spater folgt das Volksfest.

Man findet hier ein kleines Gemeindemuseum, die interessante Kirche des hl. Bartholomaus aus dem Jahr 1911 sowie eine demselben Heiligen geweihte Kapelle – Presbyterium der ursprunglichen gotischen Kirche. Erwahnungswert ist auch das altertumliche Kreuz.

Die Umgebung von Rohatec ist herrlich. Ein bedeutendes Element der Naturschatze ist ein nicht regulierter Abschnitt des Flusses March, der mit kleinen Wasserfahrzeugen oder Ausfl ugsbooten schiffbar ist. Beim Dorf endet der Bata-Kanal, der in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von den Unternehmern Tomaš und anschliessend Jan Baťa zur Kohlebeforderung zu ihren Fabriken in der Region Zlin gebaut wurde. In den Kataster der Gemeinde fallt auch das Naturdenkmal Vate pisky und Naturpark Stražnicke Pomoravi. Die Walder Doubrava zahlen zum Paradies von Pilzsammlern, in hiesiger Lokalitat Roztrhanky wurde auch gelbliche Form von Aprikosenfarbenem Rohrling gefunden, der bisher nur an zwei Stellen auf der Welt bekannt ist.

Aus den Personlichkeiten zeichneten sich zum Beispiel die Malerinnen und Stickerinnen Alžběta Salčakova oder Alžběta Zahnašova, akad. Maler Karel Novak und Steinhauer Rudolf Richter aus, einen wesentlichen Ruhm erreichte insbesondere die Textilgraphikerin Anna Netikova, die Bilder mittels Zwirn schafft.

www.rohatec.cz

  • Katasterflache: 546 ha
  • Einwohner: 976
  • Hohe: 224 m u. NN

01Die Gemeinde ist im Mutienitzer Hugelland, unter dem Wald Kapansko zu finden. Die erste Erwahnung uber die Existenz der damals Potvorovice (Potowariz) genannten Siedlung stammt aus dem Jahre 1209, neunzehn Jahre spater wurde sie durch Spenden von funfzig Dorfern einbezogen, die von Ottokar I. Přemysl dem Zisterzienserkloster in Velehrad geschenkt wurden. In der 2. Halfte des 15. Jahrhunderts, wahrend der bohmisch- ungarischen Kriege, ging jedoch der Ort unter. Das ode Potvorovice wurde vom Kloster im 1482 dem Protivec ze Zastřizl versetzt, der es dem Heralt von Kunstadt zur Tschejkowitzer Herrschaft im 1529 verkaufte. Anfang des 17. Jahrhunderts begann die neue Besiedlung, und zwar vor allem aus dem Raum der Bauden unter Weinbergen, was auch durch Siegel aus dem Jahre 1779 nachgewiesen wird. Es kamen hierher Einwanderer aus der Slowakei, Dubňany, Ratiškovice und anderswoher. Im Laufe der Zeit begann sich auch der Name des Dorfes zu andern, und zwar auf Potvorov. Der Name von heute wird zum Jahr 1870 datiert, vierundfunfzig Jahre spater wurde er amtlich festgelegt. Seit den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird Erdol in der Umgebung gefordert.

In Stary Poddvorov wird die Folklore immer noch gepflegt, diese insbesondere bei der Veranstaltung des Kirchweihfestes. Mitte Juni ist das zweitagige Kinderweihfest, das heutzutage bereits Charakter einer Folkloreschau von volkerkundlichen Kinderensembles mit internationaler Teilnahme hat; am ersten Augustsonntag fi ndet hier dann das Trachtenfest statt. Was Volkskunstschaffen betrifft, sind das Sticken von Trachten oder die Zierung von Ostereiern mit Gravieren zu erwahnen. Die Gemeinde, durch deren Kataster die Wein-, Rad- und Wanderwege durchgehen, ist auch durch Anbau von Qualitatssorten der Weinrebe bekannt. Die Tradition wird im Ort vom volkerkundlichen Kinderensemble Kordulka erhalten. Dominante von Stary Poddvorov stellt der Glockenturm aus dem Jahr 1855 dar, die dem hl. Martin geweiht wurde, und den gleichen Namen des Heiligen tragt; auch moderne Kirche aus 1994. Es ist auch auf die Statue des hl. Johannes Nepomuk aus Mitte des 19. Jahrhunderts hinzuweisen, die am Eingang in den Friedhof platziert ist. Eine ganze Reihe von kleinen Sakralobjekten, wie Bilder, Kreuze und Kapellen, befinden sich auch in der Dorfumgebung.

03Das Hauptdenkmal ist jedoch die Vollholz-Bockwindmuhle aus 1870, die 2003 instandgesetzt wurde und seine innere Ausstattung die fruhere Herstellung von Mehl und Nebenprodukten nachweist. Sie steht auf einer Erhohung, etwa drei Kilometer entfernt von der Gemeinde, und lies sie angeblich von einer dem Burger des Nachbardorfes Mutěnice bauen, der dank Findung der Heereskasse reich wurde.

Zu bekannten Landsleuten gehoren der Musikpadagoge und Komponist Pavel Jurkovič; der Biologe und Verfasser ganzer Reihe von medizinischen Publikationen Prof. MUDr. Augustin Svoboda, CSc. oder der wahrend des vorigen Regimes persequirte Kapuziner Pavel Sasinek.

www.poddvorov.cz

  • Katasterflache: 2116 ha
  • Einwohner: 2086
  • Hohe: 176 m u. NN

01Die Gemeinde liegt auf der Kante einer hohen, landwirtschaftlich kontinuierlich bestellten Terrasse mit Feldern und Weinbergen, und hebt sich neben dem Flusschen Kyjovka empor.

Aus ihrem Namen schliessen einige Forscher, dass sie vom Kastellan der hodoniner Burg, Tvrdiš, gegrundet werden konnte, der im Jahr 1169 erwahnt wird; die erste glaubwurdige Erwahnung ist jedoch fast ein hundert Jahre junger – sie stammt erst aus dem Jahr 1264, als Jan von Tvrdonice hinter dem Gemeindenamen geschrieben wurde. Gleich wie bei weiteren Gemeinden, wechselte auch Tvrdonice vielmals ihre Besitzer in der Vergangenheit, einige davon siedelten auch in der untergegangenen Wasserfestung, die auf den Wiesen im ostlichen Teil des hiesigen Katasters lag, auf der Feldstrecke namens Hradišťko. Im Jahr 1528 gewann das Geschlecht von Zierotin die Gemeinde, zehn Jahre spater wurde sie zum Stadtchen erhoht. Eine Plage bedeutete das von den Einfallen aus dem benachbarten Ungarn und dem zerstorenden Dreisigjahrigen Krieg begleitete Jahrhundert. Die Anzahl der Bewohner in dieser schlimm betroffenen landwirtschaftlichen Lokalitat, wo jedoch eine wichtige Rolle auch die Fischer spielten, die sich auch in einer eigenen Zunft vereinten, stagnierte sogar auch im achtzehnten Jahrhundert.
Heutzutage ist Tvrdonice bereits eine sich dynamisch entwickelnde Gemeinde, deren Bewohner die Traditionen ihrer Vorvater ehren und diese sorgfaltig erhalten und entwickeln. Der Hohepunkt des Kulturgeschehens nicht nur hier, sondern auch in der gesamten Region sind die volkstumliche Feste Podluži im Lied und Tanz, die mit einer langen Tradition prunken. Zusammen mit dem Internationalen Folklorefestival in Stražnice und dem Folklorefestival Horňacke slavnosti zahlen sie zu den drei bekanntesten Veranstaltungen dieser Art in der Mahrischen Slowakei. Die Feste finden direkt in der Gemeinde statt, und insbesondere im hiesigen volkstumlichen Gelande, jeweils am ersten Juniwochenende, und ziehen Jahr fur Jahr Tausende Anhanger der Volksgebrauche an. Ausserdem kann man die Besucher des Stadtchens z.B. auf das Trachtenfest (erster Septembersonntag) oder den Tag der offenen Keller (Juni) einladen. Bestimmt ist es nicht verwunderlich, dass ein volkstumliches Kinderensemble Pomněnka in Tvrdonice tatig ist; weiter der mahrisch-slowakische Zirkel Slovacky Podlužacky krůžek, der in seinem Rahmen den beruhmten mannlichen Sangerchor auch mit Sangern aus dem Nachbarort Kostice umfasst. Der Zirkel arbeitet zusammen mit der Zimbelmusikkapelle, die nach dem hiesigen Landesmann, einem bedeutenden Sanger der Volkslieder Jožka Severin benannt wurde. Ihren Sitz hat hier auch die Blasmusikkapelle Podlužanka.

02Zu den Denkmalern zahlt auch die neugotische Kirche des hl. Nikolaus aus dem Jahr 1941, die Statue des hl. Johann Nepomuk dem Jahr 1841, die Dreieck-Martelsaule mit Ursprung wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert. Es ist auch moglich, das Naturamphitheater mit der typischen Mahrischen Baude - Slovacka chalupa zu besichtigen. Eine seltene Fauna und Flora werden von Mosaik der erhaltenen Wiesen und Sumpfen in der Aue der Flusse Kyjovka und Morava (March) dargestellt. Die Schatze des Auenwaldes sind hier im Naturschutzgebiet der Seen Stibůrkovska jezera geschutzt.

Aus den Personlichkeiten seien ausser dem bereits erwahnten J. Severin mindestens der bekannte Volkskundler von Podluži Jan Kružik oder der Europameister in Judo in der Kategorie der Veteranen Jiři Hasil erwahnt.

www.tvrdonice.cz

  • Katasterflache: 1160 ha
  • Einwohner: 1054
  • Hohe: 173 m u. NN

01Die Gemeinde befindet sich am Abhang zwischen dem Flusschen Kyjovka und der Verkehrsstrasse, die die Orte Břeclav und Hodonin verbindet, am Rande des Auenwaldes im March-Gebiet. Ihr Name bedeutet im Alttschechischen einen umzaunten Ort.

Tynec ist eine der altesten Siedlungen im sudostlichen Mahren und der einzige Wallfahrtsort in Podluži. In den schriftlichen Quellen wird diese zwar erst im Jahr 1244 erwahnt, als diese im Besitz von Markvart von Tynec war, die slawische Besiedlung gab es hier zweifellos viel fruher. Nach einigen Berichten wurde die Gemeinde sogar vom Fursten Břetislav I. im Jahr 1030 der Kirche des hl. Paulus in Olmutz geschenkt. Eine wichtige Rolle spielte hier auch die hiesige Burg (oder Festung), deren geringe Uberreste am sudostlichen Rande der Gemeinde zu finden sind. Wahrend der Hussitenkriege wurde sie durch die Besatzung des Schwiegersohnes von Siegmund, des osterreichischen Herzogs und des Markgrafen von Mahren Albrecht besetzt, und im Jahr 1426 wurde sie daher – ohne Erfolg – von Hussiten umgelagert. Sie ging wahrscheinlich in den 60er Jahren des 15. Jahrhunderts wahrend der Podiebrader Kriege unter, wenn auch wieder die Angaben auftauchen, dass im 16. Jahrhundert diese instandgesetzt wurde und die letzte Erwahnung daruber sollte bis auf das Jahr 1623 hinweisen. Die Gemeinde selbst wechselte sehr oft ihre Besitzer und wurde zum ersten Mal ein Stadtchen im Jahr 1384 genannt, im Jahr 1580 wurde sie jedoch von einem Brandstifter in Flammen gesetzt; haufige Prufungen fur sie sowie die gesamte Landschaft brachte insbesondere das 17. Jahrhundert mit sich. Im Jahr 1605 wurde Tynec von ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai niedergebrannt, vierzehn Jahre spater vom Kaiserheer ausgeplundert, die Qualen brachten auch die weitere Fortsetzung des Dreisigjahrigen Krieges sowie das Jahr 1663 – der Streifzug von Turken. Auch in dieser Gemeinde setzte sich die Erneuerung sehr langsam fort...

02Zum Gluck erhielten sich hier bisher die Volksgebrauche, -kleidung sowie –lieder. Die bedeutendste Traditionsveranstaltung ist das Kirchweihvolksfest „pod zelenym“, das Anfang September (nach dem Festtag der Enthauptung Johannes des Taufers) stattfindet, wo man die Vielfalt der Tracht von Podluži gleich bei einigen Zehner der unverheirateten einheimischen sowie auswartigen Jungs und Madels, bewundern kann. Der Trachtenball wird im Januar oder Februar; die Traditionsveranstaltung Tanzkranzchen „Divči vinek“ dann im November veranstaltet. In der Gemeinde gibt es zwei Sangerchore, die an dem Gesellschaftsleben teilnehmen: Es geht um den mannlichen Sangerchor und den gemischten Kirchenchor. Das Kulturgeschehen wird ebenfalls von dem Kindergarten und der Grundschule erganzt, die alljahrlich die Weihnachtsakademie, den Kinderkarneval, die Feier des Muttertages, das Programm zum Kindertag, die Ausstellungen der Kinderwerke usw. vorbereiten. Aus den Denkmalern ist die Dominante der Gemeinde sehenswert – die Wallfahrtkirche Enthauptung Johannes des Taufers, die aus dem Jahr 1760 stammt und mehr als ein hundert Jahre lang erweitert wurde. Weiter kann man die Schule aus dem Jahr 1832 nennen, die im Jahr 1885 umgebaut wurde, und auch die unter Denkmalschutz stehende Eiche unter der Kapelle der hl. Maria bei dem Weg nach Tvrdonice. Auf seinem Stamm merkt man bestimmt ein Bild der Madonna mit Jesu Kind: zu diesem Ort knupft sich eine Legende an, es soll hier die Mutter Gottes einem Soldaten erschienen sein. Beim Versuch, das Bild in die Kirche in der nahe gelegenen Ortschaft Moravska Nova Ves zu transportieren, konnten die Pferde den Wagen gar nicht bewegen, und deshalb blieb es hier.

www.tynec.cz

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