- Katasterflache: 6345 ha
- Einwohner: 25875
- Hohe: 167 m u. NN
Die Bezirksstadt und ein naturliches Zentrum der Mikroregion Hodoninsko liegt im Unteren Marchbecken am Flus March (Morava), eingekeilt zwischen dem Flus March, der die Grenze an die Slowakische Republik bildet, und dem grosraumigen Waldkomplex Doubrava.
Die erste historisch glaubwurdige Nachricht uber Hodonin stammt aus dem Jahre 1169, dieses Gebiet wurde jedoch viel fruher besiedelt. Der Stadt selbst ging die Existenz einer Wachburg vor, das Stadtprivilegium wurde der Stadt erst aufgrund Urkunde von der Konigin Konstanze von Ungarn, Gattin des Konigs Ottokar I. Přemysl im 1228 erteilt. Ein wichtiges Datum ist auch das Jahr 1512 – damals wandelte sich der Status von Hodonin aus der Konigsstadt auf eine untertanige Stadt um, es blieb jedoch trotzdem ein Zentrum der aufbluhenden Herrschaft.
Im Jahr 1841 fuhr durch Hodonin auf der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn der erste Zug, was zusammen mit der fruheren (1783) Grundung der Tabakmanufaktur und anschliessendem Entstehen der Zuckerfabriken und Ziegelfabriken (Ziegelfabrik von Redlich war vor dem 1. Weltkrieg die Groste in Mitteleuropa) eine neue, industrielle Etappe in der Stadtentwicklung bedeutete, nur fur kurze Zeit durch Okkupation des preusischen Heers im 1866 gebremst, das auch die Choleraepidemie mitbrachte.
Fur die Kulturgeschichte der Stadt sind folgende Jahre wichtig: im 1907 wurde der Verband der bildenden mahrischen Kunstler an der Spitze mit Uprka Gebrudern, Antoš Frolka und Weiteren gegrundet, und im 1913 wurde das Haus der Kunstler, heutzutage die Galerie der bildenden Kunste gegrundet.
Eine schwere Wunde, mit bedeutendem Verlust des Lebens der Burger verbunden, bedeutete andererseits die Bombardierung der Alliierten im November 1944 und der Frontdurchgang in den Apriltagen des folgenden Jahres. Seit den funfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden zur Stadtdominante die hohen Kraftwerksschornsteine.
Aus der breiten Skala von hier tatigen Organisationen seien mindestens Theater Ensemble Svatopluk, Folklorensemble Dubina, Mahrisch-slowakischer Zirkel Hodonin und selbstverstandlich das Hodoniner Symphonischorchester und der gemischte Sangerchor genannt. Aus der nicht weniger zahlreichen Reihe von hier alljahrlich stattfindenden Veranstaltungen sei es zum Beispiel auf den Wettbewerb des volkstumlichen Kindergesanges Rosmarinkranzchen von Fanoš Mikulecky (Marz), Musikfestival Concentus Moraviae (Juni), Feste des Wasserkonigreiches (Juli), St. Laurentius-Fest (August), Weinfest (September) oder Kaiserschmaus (Oktober).
Auserdem kann der Besucher seine Schritte in Hodonin ins Barockschlosschen – Masaryk- Museum mit dem TGM gewidmeter Ausstellung lenken, die gleiche Institution hat daruber hinaus einen separaten Ausstellungssaal auf der Hauptader der Stadt, der Strasse Narodni třida. Hier befindet sich auch die bereits erwahnte Galerie der bildenden Kunste mit Werken von fuhrenden slowakisch- mahrischen Bildnern, Museum der Erdolforderung und Geologie, kleiner Zoo, Kulturhaus, Kurort Hodonin mit Angebot an Regenerierungsaufenthalten, Flusshafen... Sehenswert ist bestimmt das Rathaus aus den Jahren 1902–1904 gebaut im Stil der Nurnberger Sezession; die Pfarrkirche des heiligen Laurentius aus den Jahren 1780–1786, vor der Barockstatuen des hl. Sebastian und hl. Johannes Nepomuk; weiter Pestsaule der heiligen Maria (1716); Statue des hl. Wendelin (1777); Statue des Hegers (1924) von Franta Uprka; Kapelle des hl. Kreuzes 1720) mit privater Galerie Kaplička (Kapelle) u.a.
Der beruhmteste Landsmann von Hodonin ist der erste Staatsprasident der Tschechoslowakei, Tomaš Garrigue Masaryk, auserdem sind der Burgermeister wahrend der ersten Republik Jaroslav Dobrovolsky zu erwahnen, der wahrend der Okkupation zu Tode gefoltert wurde; seinen Lebensabschnitt erlebten hier auch zum Beispiel die Schriftsteller Ivan Olbracht, Gabriela Preissova, Jiři Mahen, Maler Martin Benka, Karel Novak und andere.







