- Katasterflache: 1246 ha
- Einwohner: 1819
- Hohe: 168 m u. NN
Der Ostteil des Gemeindekatasters breitet sich in der Flur der Flusse Kyjovka und March (tsch. Morava), der Rest des Gebietes auf der Terrasse uber die Flur aus, die meistens von bewirtschafteten Agrarkulturen gedeckt ist. Die hiesigen archaologischen Funde stammen aus der Stein-sowie Bronzezeit, es wurden ebenfalls romische Munzen entdeckt. Die erste schriftliche Erwahnung uber die Gemeinde, wahrscheinlich mit Kolonisationsursprung, stammt aus dem Jahr 1384. Damals fiel es zusammen mit der Herrschaft von Tynec, zu der es gehorte, dem Markgraf Jošt von Mahren zu. Die Besitzer wechselten dann oft, und zwar bis zum Jahr 1638, als die Herrschaft – damals von Lundenburg – vom Fursten Karel Eusebius von Liechtenstein gekauft wurde. Die Nahe der ungarischen Grenze bedeutete, dass die Bevolkerung bei allen Einfallen von der Ostseite des Flusses March sehr litt (z.B. die ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai im Jahr 1605, die Kuruzen ein Hundert Jahre spater). Die Gemeinde wurde jedoch auch von Hussiten und auch wahrend des Dreisigjahrigen Krieges ausgeplundert. Auch der Brand wutete hier – im Jahr 1829 brannte Kostice bis auf ein Haus vollig nieder, es erholte sich jedoch relativ schnell aus dem Ungluck. Im 19. und noch Anfang des 20. Jahrhunderts beschaftigten sich die Burger dieses landwirtschaftlichen Dorfes mit dem Flechten von Wagenkorben fur die Bauernfuhrwerke in der Winterzeit. Die Weinberge wurden hier etwas weniger als vor einhundert Jahren angelegt, die hiesigen Weine erreichen jedoch heutzutage ausgezeichnete Qualitat.
Was Kultur-und volkstumliche Tatigkeit angeht, sind gleich zwei Zimbelmusikkapellen im Dorf tatig, und zwar die Kapelle von Jožka Severin und Dubrava, weiter der Mannerchor und Frauenchor. Auf die Erhaltung von Traditionen in Podluži, von mahrisch-slowakischen Trachten und Liedern achten auch der Mahrisch-slowakische Zirkel Kostice, das hiesige Gesinde und das Kinderfolkloreensemble Kostičanek. Die Sportinitiative beherrscht den Fusball und die Judo-Abteilung, die alljahrlich die Judosportler-Kollektiven aus der ganzen Tschechischen Republik in der Sokolturnhalle freihalt; gut geht es auch der Abteilung fur moderne Gymnastik.
Die hauptsachliche Folkloreveranstaltung ist die Kirchweih mit Volksfest, die alljahrlich drei Tage lang in der Mitte des Oktobers stattfindet. Besuchen kann man auch andere Veranstaltungen, zum Beispiel den Trachtenball am ersten Januarsamstag.
In der Gemeinde befindet sich die Kapelle der hl. Theresie aus dem Jahr 1861, die unter Denkmalschutz steht. Ausser ihr stehen noch die Kapelle des hl. Kreuzes, die Balikovych Kapelle aus dem Jahr 1898 und die Statue des hl. Johannes Nepomuk in Kostice unter Denkmalschutz. Wenn Sie sich auf den Weg Richtung Sudosten machen, bietet sich Ihnen ein herrlicher Blick auf den Teich von Kostice, die Wiesen und den Auenwald – Orte fur Ausholung und Wanderungen von Heimischen sowie Besuchern.
Die relativ kleine Gemeinde kann sich mit einer ganzen Reihe von bedeutenden Landsleuten und Burgern loben. Fur alle seien die Singer der Volkslieder Josef Rampaček oder die Gebruder (Zdeněk und Božena) Baťka, der Komponist von Volksliedern František Třetina, der akademische Maler Jaroslav Blažek oder František Tureček erwahnt, der die Wurdigung „Trager der Tradition“ im Bereich Herstellung von Volksschuhen gewann.







