• Katasterfläche: 1006 ha
  • Einwohner: 1213
  • Hohe: 160 m u. NN

01Die Gemeinde Ladna, in der Region des mahrischen Landes zwischen der Autobahn Brno – Bratislava (Brunn/Pressburg) und den Auenwaldern entlang des Flusses Dyje (Thaya) eingekeilt, ist ein stiller und ruhiger Ort, der fur Fans der Wandertouristik sowie Fahrradtouristik geeignet ist. Sie stellt namlich einen der idealen Eingange in die Kulturlandschaft Lednice (Eisgrub) und Valtice (Feldsberg) dar, des Kulturdenkmals auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.

Das Gebiet, auf dem sich diese nicht grose Gemeinde befindet, war bereits in der Urzeit besiedelt, was u.a. die Entdeckungen der Graber der Glockenbecherkultur und der Lausitzer Kultur sowie haufi gere Funde der Aunjetitzer Kultur beweisen. Diese deuten darauf hin, dass hier am Anfang der Bronzezeit eine weitraumigere Siedlung war. Die Gemeinde Ladna selber entstand durch deutsche Kolonisation wahrscheinlich kurz vor dem Jahr 1220, offensichtlich im Zusammenhang mit der Grundung des in der Nahe liegenden Dorfes Podivin. Die erste Erwahnung uber die Gemeinde – damals mit Namen ihres Grunders Reinprecht bezeichnet – findet man bereits im Jahr 1271. Sie wurde oft auch als Lanštorf genannt (erstmals im Jahr 1581). Bis Anfang des 16. Jahrhunderts gehorte sie zur Herrschaft von Podivin, dann ging sie unter die Herrschaft von Lundenburg uber. Sie litt wesentlich wahrend der Kriege und feindlichen Streifzugen im 17. Jahrhundert, auch der Aufmarsch des franzosischen Heeres in den Jahren 1805 und 1809 beruhrte sie spurbar. Wahrend der Okkupation wurde sie dem Grosdeutschen Reich angeschlossen. Das Jahr 1950 brachte die Anderung ihres amtlichen Namens auf den gegenwartigen Namen Ladna mit sich, in der Zwischenzeit von 1976 bis 2006 war sie jedoch nur einer der Stadtteile der Nachbarstadt Břeclav (Lundenburg). Im Januar 2004 fand ein lokales Referendum uber die Trennung der Gemeinde von der oben genannten Bezirksstadt statt und seit 1. 7. 2006 ist Ladna wieder eine selbststandige Gemeinde. Von den Traditionsveranstaltungen kann man zum Beispiel den Trachtenball (Februar) oder das Volksfest (September) nennen, bei ihrem Besuch treffen Sie bestimmt die Mitglieder und Mitgliederinnen des Mahrisch-slowakischen Vereins Lanštorfčane sowie des weiteren Vereins Chasa Ladna.

Das unbestritten sehenswerte Hauptdenkmal ist die neuromanische Kirche des hl. Erzengels Michaels aus dem Jahr 1912, das Werk des Architekten aus dem Liechtenstein-Geschlecht, Karl Weinbrenner, fur welches angeblich 250 Typen von glasierten sowie unglasierten Formstucken und Vormauerziegeln aus der bekannten Fursten-Ziegelfabrik aus Poštorna (Unterthemenau) eingesetzt wurden. Ausserdem findet man hier die Kapelle des hl. Michaels aus dem Jahr 1849, eine Verbeugung des hl. Wendelins aus der 2. Halfte des 18. Jahrhunderts und eine Martersaule aus der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts.

Aus den Landsleuten trat der Schriftsteller František Čapka (pseud. Jakub Ach)in das regionale Bewusstsein.

www.ladna.cz

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