- Katasterflache: 752 ha
- Einwohner: 2830
- Hohe: 176 m u. NN
Die Gemeinde Lužice liegt in der fruchtbaren Landschaft Sudmahrens, von Kirsch-, Pfirsich und Apfelgarten und selbstverstandlich von Weinbergen umgeben. Zum unterirdischen Bodenschatz gehoren die gegenwartig intensiv ausgenutzten Vorkommen des Erdols, des Erdgases und Lignits. Der Name der Gemeinde leitet sich jedoch von haufigen Wasserfl achen ab, die sich hier in langst vergangenen Zeiten ergossen.
Die Spuren von ersten Insassen kann man bis zur Jungsteinzeit (Neolithikum) auf dem Gebiet von Lužice beobachten. Die alteste schriftliche Erwahnung uber die Gemeinde stammt aus dem Jahr 1250, als diese in Besitz des Klosters von Velehrad kam. Im Jahr 1359 wurde diese nach der Aufzeichnung in der Landtafel von Vilem z Potštejna gekauft. Die mittelalterliche Landgutfestung, die sich hier befand, ging Ende des 14. Jahrhunderts zugrunde. Anfang des Jahres 1511 gehorte Lužice der Herrschaft von Hodonin. In der Geschichte der Gemeinde war – ubrigens genauso wie bei anderen Regiongemeinden – das 17. Jahrhundert der schlimmste Zeitraum, insbesondere dann die Zeit wahrend des Dreisigjahrigen Krieges. Die Gemeinde wurde damals einige Male vollig ode und wust. Ihre neuzeitliche Geschichte hat die Entstehung und Entwicklung der Industrie gebrandmarkt. Direkt auf dem Kataster der Gemeinde waren einige Lignitgruben in den Jahren zwischen 1840 und 1931 tatig; zur Zeit ist nur noch die Grube von Mikulčice Důl Mir (Grube Frieden) im Betrieb. Im Zeitraum 1870 - 1933 stand hier auch eine grosse Fabrik zur Glasproduktion. Obwohl Lužice uberwiegend eine Industriegemeinde mit einem modernen aufwachsenden Wohnungsausbau ist, finden der Volksgesang, Tanz und die bunten Trachten immer noch genug Platz im Leben der vielen hiesigen Leuten. Dies beweisen unter anderem bereits drei „Muhlenbescheider von Podluži“, die Sieger von „verbuň“ bei den regionalen Volksfesten Podluži im Lied und Tanz, die aus Lužice stammen. Die Kyrill-Method-Kirmes feiert man hier am Anfang Juli, diese ist mit dem Vorkirmes- Singen und der Zimbelmusik verbunden. Ein anderes Thema ist dann das Bildhauer-Symposium „Holz – Stein“, das ebenfalls in Juli stattfindet. Hier sind der mannliche Gesangschor, der Mahrisch-slowakische Zirkel Lužice, der Kirchenchor, die Kinderkapelle mit Zimbelmusik, das volkstumliche Ensemble Lužičanek und viele weitere Ensembles tatig, dank denen die Gemeinde ein reiches Kultur-und Gesellschaftsleben wahrend des ganzen Jahres lebt. Und wenn man die franzosische Sprache hort, ist es hochstwahrscheinlich deswegen, da Leute aus der franzosischen Partnergemeinde Isdes zu Besuch in Lužice sind.
Eine Dominante der Gemeinde ist die den grosmahrischen Glaubenboten Kyrill und Method geweihte Kirche, die im Jahr 1874 fertiggestellt wurde, mit der Dekoration des Malers Jano Kohler aus dem Jahr 1932.
Vor kurzem wurde das sog. Alte Quartier instandgesetzt, ein Denkmal der traditionellen Volksarchitektur, die Dauerausstellung des Wohnens sowie kurzzeitige Ausstellungen. Den Sportanhangern stehen seit dem Jahr 2008 eine moderne Sporthalle im Gelande TJ Banik und der Fussballplatz mit kunstlicher Bewasserung zur Verfugung. Zur Erholung dient dann das Gelande mit Freibad Lužak – Cihelna. Wenn man jedoch nach Ruhe und Stille der Natur sehnt, so fuhrt der Weg zum nahen Komplex von einigen Teichen in der Lokalitat Pisečna. Der spiegelnde Wasserspiegel wird von Mischwald, dem Paradies der Pilzsammler, umgerahmt, und mit Weiden, Rohricht und Rohrkolben umwachsen wird das zum Zuhause von vielen seltenen Arten der Wasservogel, Tierarten und Insekten. Ostlich von der Gemeinde an den Ufern des Flusses March (Morava) mit Vogelhecken von Storchen befindet sich ein Auenwald.
Lužice ist der Geburtsort des Musikologes Miroslav Barvik, der mit belehrenden Funksendungen uber die Musik beruhmt wurde. Hier lebten auch der Lehrer, Graphiker und Kampfer gegen Faschismus Jaroslav Dobrovolsky, weiter Štěpan Kurka, der als der erste tschechoslowakische Flieger des 2. Weltkrieges im Jahr 1939 beim Luftangriff im polnischen Dublin starb, und Štěpan (Štefin) Přikazsky, der Werber, Volkssanger und der letzte Dudelsackpfeifer von Lužice; uber sein Leben in Amerika berichten die Reisenden Hanzelka und Zikmund in ihrem Buch Tam za řekou je Argentina (in deutscher Sprache publiziert als Zwischen Parana und Rio de la Plata – Verlag Volk u. Welt (1956).







