- Katasterflache: 2341 ha
- Einwohner: 2580
- Hohe: 190 m u. NN
Der vorwiegende Teil des Katasters, einer der grosten Gemeinden der mahrischen Slowakei, wird von der intensiv bestellten landwirtschaftlichen Region mit einem uberwiegenden Teil an Ackerland gebildet; man findet hier auch einen schmalen Streifen an Auenwaldern, die den Flusslauf der March (Morava) und die fruchtbaren Weinberge saumen. Das hiesige Gebiet wurde bereits in der Urzeit besiedelt, was die archaologischen Funde der Volkssiedlung mit der Keramik der Glockenbecher aus der Bronzezeit beweisen. Im Mittelalter stand hier eine Kolonisationssiedlung des Klosters von Velehrad namens Walterstoph (die erste schriftliche Erwahnung stammt aus dem Jahr 1261), welches kurz darauf in Waltersdorf umbenannt wurde. Ebenso wie viele andere Ortschaften an der Grenze, bezahlte sie ihre Lage; nach den Streifzugen von ungarischen Seite ging sie abwechselnd unter und wurde anschliesend erneuert. Seit dem Jahr 1384 schreibt man daruber als Noveville, das heist Neudorf. Den Zusatz „Mahrisch“ bekam sie jedoch erst im Jahr 1911. Zu den bedeutendsten Besitzern der Gemeinde kann man auser dem oben genannten Konvent von Velehrad das Geschlecht von Zierotin, das seit 1528 zu der Herrschaft von Lundenburg (Břeclav) gehorte, sowie die Fursten von Liechtenstein nennen. Wahrend ihrer Regierung brach ein erfolgloser Aufstand der Untertanen im Teil von Podluži im Jahr 1738 aus, dessen Zentrum sich in Nova Ves befand. Im Jahr 1807 wurde die Gemeinde auf einen Marktflecken erhoben und es wurden drei Markte zugelassen.
Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wandelt sich die bisher rein landwirtschaftliche Gemeinde in eine halbindustrielle Gemeinde um, in der eine Vielzahl an neuen Unternehmen entstanden. Trotz allem wird jedoch grosen Wert auf den Weinbau gelegt. Mit 160 Hektar Weinbergen und ungefahr 170 Weinkellern kann man eine breite Palette an goldenen und rubinfarbigen Weinsorten von ausgezeichneter Qualitat geniesen! In Moravska Nova Ves wird noch immer ein recht lebhaftes Folkloreleben erhalten. Die Schonheit der Volkstracht, die herrlichen Lieder sowie die typischen Tanze kann man alljahrlich z.B. bei folgenden Veranstaltungen antreffen: Tag der offenen Keller, der im Juli stattfindet, St. Jakob-Fest am letzten Sonntag im Juli, das Weinlesefest im September, Fest der Weinweihe am 26. Dezember oder der Trachtenball am letzten Januarsamstag. Das Renommee gewann ebenfalls der Tag der Handwerke (1. Mai).
In der Gemeinde sind sowohl der Mahrischslowakische Zirkel, als auch der mannliche und weibliche Sangerchor, als auch das Kinderfolkloreensemble Jatelinka, sowie der Winzerverein, die Sportclubs und viele Weitere aktiv tatig.
Die Denkmaler werden insbesondere durch die im Jahr 1773 gebaute Kirche des hl. Jakob vertreten, von der die Statuen des hl. Wenzel und hl. Florian aus der ersten Halfte des 18. Jahrhunderts stammen. Weitere Heiligen, deren Plastiken in Moravska Nova Ves zu sehen sind, sind der hl. Johannes Nepomuk und die hl. Anna; es lohnt sich auch, den hiesigen Friedhof zu besichtigen, auf dem sich der vom Bildhauer Franta Uprka geschaffene Grabstein befi ndet. Nicht zuletzt offnet auch die Natur ihre Arme: In der von der Sonne erhitzten, hitzefl immernden Luft zeigen die herrlichen Seen den Weg zu den Auenwaldern, die von der einzigartigen Fauna sowie Flora strotzen...
Zu erwahnen sind die Namen einer ganzen Reihe von Personen, die in der jeweiligen Zeit mit der Gemeinde verbunden waren. Hierzu zahlt zum Beispiel der Rechtsanwalt und Sekretar des Verbandes der Industriellen der Slowakei, Josef Maděřič, in der Zeit der Republik vor Munchen fur den der oben genannte Grabstein vom Bildhauer Franta Uprka auf dem hiesigen Friedhof geschaffen wurde.







