- Katasterflache: 1354 ha
- Einwohner: 1423
- Hohe: 198 m u. NN
Die Gemeinde liegt inmitten der landwirtschaftlichen Region, wo Ackerland, teilweise mit Obstgarten und Weinbergen erganzt, uberwiegt; im einzelnen erstreckt sie sich in dem flachen Tal auf dem rechten Ufer des Bachs Prušanka.
Das hiesige Gebiet wurde bereits in der Urzeit besiedelt. In der Ziegelfabrik hinter dem Žižkovsky Teich wurden zum Beispiel eine Siedlung, sowie die Graber der Aunjetitzer Kultur und eine Siedlung der Grabhugelkultur gefunden. Es wurden hier ebenfalls die slawischen Graber aus dem 9. - 10. Jahrhundert gefunden.
Die Gemeinde selbst zahlt jedoch zu den jungsten Gemeinden in der Gegend; sie entstand erst im Jahr 1731 auf Anlass des Inspektoren der liechtensteinischen Herrschaften, Jan Maxmilian Žižka, der uber die Bodenverteilung an die Siedler entschied und nach dem die Gemeinde benannt wurde. Zuvor befanden sich auf ihrem Platz nur ein furstliches Jagdhaus und ein Hengstdepot. Moravsky Žižkov gehorte anfangs zum Nachbarort Velke Bilovice, von dem es sich im Jahr 1792 trennte und seitdem selbststandig ist. In der zweiten Halfte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte die Nationale Faschistische Gesellschaft (Narodni obec fašisticka) eine starke Position in der Gemeinde. Seit der ersten Republik wird das Erdol in der Umgebung gefordert. Die lebende Folkloretradition wird immer noch bei dem Kirchweihfest erhalten, das jeweils am dritten Septembersonntag stattfand. Am 17. August 2002 wurde jedoch die neue Kirche der Jungfrau Maria der Siegerin in der Gemeinde eingeweiht und das Fest damals auf Wunsch der Burger auf diesen Termin verschoben. Zu dieser Weingegend gehoren selbstverstandlich auch die herrlichen versteckten Winkel der Weinkeller, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass die Winzer hier im August feiern – mit der traditionellen Winzerzeremoniell „zaraženi hory“.
Die Gemeinde ist durch ihre Tradition des Laientheaters (das Theaterensemble Šejkspir), des mannlichen und weiblichen Sangerchors bekannt. Auf die Vergangenheit weisen einige Gussund Mauerkreuze aus dem 19. Jahrhundert, die Statue des hl. Johannes Nepomuk und die Kapelle des hl. Florian aus dem Jahr 1852 hin, die im Park im Gemeindezentrum versteckt ist, wo man im angenehmen Schatten der massiven Baume ausruhen kann. An die Parkanlage knupft das majestatische Gebaude der Grundschule an, in der man mehr als siebzig Jahre lang unterrichtet hat und die zusammen mit der Dominante der oben genannten Kirche eine moderne Architektur in Moravsky Žižkov vertritt.







