- Katasterflache: 1414 ha
- Einwohner: 2120
- Hohe: 185 m u. NN
Die Gemeinde Prušanky liegt westlich von der Stadt Hodonin, im flachen Tal des Flusschens Prušanka zwischen zwei Erhebungen namens Nechory und Jochy.
Die Umgebung der Gemeinde war bereits in der Urzeit besiedelt, die bedeutsameren Spuren nach Anwesenheit des Menschen stammen jedoch erst aus der Bronzezeit und auch aus der Zeit, als slawische Stamme einwanderten – aus diesem Zeitraum wurde eine umfangreiche Begrabnisstatte einschliesslich des Grabes eines Grossen des Reiches von Archaologen auf der Strecke Podsedky freigelegt.
Die erste schriftliche Erwahnung uber Prušanky knupft sich an das Jahr 1261. Damals geht das Dorf – unter dem Namen Prusy (die Bezeichnung von heute wurde erst seit Ende des 16. Jahrhunderts verwendet) – in Besitztum des Zisterzienserklosters in Vizovice. Nach Untergang des Konventes im Jahr 1497 gewinnt das Herrengeschlecht von Kunstadt das Dorf. Es ist jedoch aufgrund der in zweiter Halfte des 15. Jahrhunderts erfolgten bohmisch-ungarischen Kriege ode und leer. Erst in der ersten Halfte des folgenden Jahrhunderts gelang es, dieses wiederzubesiedeln. Im Jahr 1536 geht das Dorf ins Eigentum von Prusinovsky von Vickov uber, nach dem Weisen Berg wird es von olmutzer Jesuiten verwaltet und nach der Aufl osung des Ordens im Jahr 1773 zahlt es zum Eigentum des sog. Studienfonds.
Im 16. Jahrhundert lies sich hier eine Kommunitat von Wiedertaufern nieder, im Jahr 1605 wurde das Dorf von ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai abgebrannt, im Jahr 1842 brannte es fast vollkommen nieder, die von preusischen Soldaten im Jahr 1866 mitgebrachte Cholera traf es sehr. Kurz danach wanderten ungefahr ein Hundert Familien nach Russland und vor allem nach Kroatien von hier aus.
Heutzutage widmet sich der uberwiegende Teil von Burgern dem Weinbau, der hier in Prušanky eine seit einigen Jahrhunderten lange Tradition hat, als Frucht sind ausgezeichnete leichte weise Weinsorten. An den Wein knupft sich auch die Folklore, die hier grose Belebung durch Grundung des volkstumlichen Ensembles Podlužanek bedeutete. Aus diesem entstanden auch die Zimbelmusiken Šohaj und Verbuňk. Der Mahrisch-slowakische Zirkel ist auch aktiv.
Das groste Fest im Dorf ist die Trachtenkirchweih mit Volksfest „unter dem grunen“ in August, das mit der am Vorabend veranstalteten Zimbelmusik verbunden ist. Im Januar finden hier der Manner- und und Trachtenball, im September dann die Winzerzeremoniell zaražani hory und Winzerfest statt. Diese Winzerfeste werden in unnachahmlichem Flair der bekannten Lokalitat Nechory veranstaltet, die circa von 400 Weinkellern gestaltet ist und nur einen Katzensprung von der Gemeinde entfernt ist. Mann kann sie auch auf dem Weinradweg erreichen. Das wertvollste Kulturdenkmal der Gemeinde ist die spatbarocke Kirche des hl. Isidor aus dem Jahr 1758, die an Stelle der ursprunglichen Kapelle gebaut wurde und das Altarbild von Ignac Raab versteckt. Beim Weg nach Nechory steht seit dem Jahr 1847 die Statue des hl. Johannes Nepomuk, in Nechory dann das Marterl aus den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die alteste Plastik ist die Statue des hl. Florians aus dem Jahr 1839, die heutzutage ihren Platz im Park fand.
Aus der Gemeinde stammen zum Beispiel der Grunder des Hodoniner Symphonischorchester Jan Nosek; der Philosoph, Universitatspadagoge und Publizist Prof. PhDr. Jakub Netopilik, DrSc., oder der Grunder einiger Zimbalmusiken in der Region Hodonin und Břeclav, Pavel Čech.







