• Katasterflache: 1745 ha
  • Einwohner: 3413
  • Hohe: 181 m u. NN

01Die ausgedehnte Gemeinde wird von drei Ortsteilen gebildet – das Dorf selbst mit dem Teil genannt Na Kopci (Auf dem Hugel), weiter die Kolonie, die im 19. Jahrhundert beim Ausbau der Hauskolonie fur die Angestellten hiesiger Zuckerfabrik ihren Namen bekam, und der Teil Soboňky, der erst im 1826 entstand und erst im Jahr 1960 dem Dorf angeschlossen wurde. Die Gemeinde ist etwa funf Kilometer nordlich von der Stadt Hodonin zu finden, von einer Seite vom Flus March (Morava), von der anderen Seite vom Waldkomplex Doubrava begrenzt. Sie war bereits in der Urzeit besiedelt, spatestens jedoch in der jungeren Steinzeit. Die erste schriftliche Erwahnung uber das Dorf ist die Urkunde aus dem Jahr 1270, wo der Name seines Besitzers Tvrdek von Rohatec (de Rohaz) aufgefuhrt ist. Anlas zur Besiedlung war wahrscheinlich die Handelsverbindung von Mahren mit Oberungarn mittels Ubergang uber den Flus March, was die uralte Fahre - „pas rohatecky“ beweist. Irgendwo in diesen Stellen stand auch eine Festung in alten Zeiten, und von hier aus entwickelte sich Rohatec auch. Nach zahlreichen Flusmaandern mit Sandbanken, sog. Ecken, bekam das Dorf wahrscheinlich auch seinen ungewohnlichen Namen. Die Bewohner beschaftigten sich mit Fischfang, Krebsenfang und Landwirtschaft.

Im Jahr 1368 fiel das Dorf ins Eigentum der Herrschaft von Stražnice zu und blieb ihr Bestandteil bis 1848. Im 15. Jahrhundert wurde es einige Male niedergebrannt und ahnlich war es auch im 17. Jahrhundert, als der Einfall von ungarischen Aufstandischen unter Stephan Bocskai und Auswirkungen des Dreisigjahrigen Krieges nicht ausblieben. Zum Aufschwung kommt es erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts, insbesondere nach Ausbau der oben genannten Zuckerfabrik in der Kolonie, einer der ersten Zuckerfabriken in Mahren. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand hier eine Zuckerwarenfabrik, die gut bekannte Maryša. Im Jahr 1986 verlor Rohatec zwar seine Selbststandigkeit und wurde der Stadt Hodonin angeschlossen, jedoch nur fur kurze Zeit – vier Jahre spater war es wieder selbststandig.

Die Volkskunst zeigt sich hier unter anderem an der Zierung von Ostereiern durch das Auskratzen oder Malen. Das Kinderfolkloreensemble und der Manner-sowie gemischte Sangerchor sind im Dorf tatig.

Die Besucher konnen auf Weinkost an Osterfeiertagen oder auf Kinderfolklorefestival eingeladen werden, das in der Regel im Mai stattfindet. Es ware auch nicht empfehlenswert, die traditionelle Bartholomaus-Trachtenkirchweih auszulassen, die in August stattfindet. Eine Woche spater folgt das Volksfest.

Man findet hier ein kleines Gemeindemuseum, die interessante Kirche des hl. Bartholomaus aus dem Jahr 1911 sowie eine demselben Heiligen geweihte Kapelle – Presbyterium der ursprunglichen gotischen Kirche. Erwahnungswert ist auch das altertumliche Kreuz.

Die Umgebung von Rohatec ist herrlich. Ein bedeutendes Element der Naturschatze ist ein nicht regulierter Abschnitt des Flusses March, der mit kleinen Wasserfahrzeugen oder Ausfl ugsbooten schiffbar ist. Beim Dorf endet der Bata-Kanal, der in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von den Unternehmern Tomaš und anschliessend Jan Baťa zur Kohlebeforderung zu ihren Fabriken in der Region Zlin gebaut wurde. In den Kataster der Gemeinde fallt auch das Naturdenkmal Vate pisky und Naturpark Stražnicke Pomoravi. Die Walder Doubrava zahlen zum Paradies von Pilzsammlern, in hiesiger Lokalitat Roztrhanky wurde auch gelbliche Form von Aprikosenfarbenem Rohrling gefunden, der bisher nur an zwei Stellen auf der Welt bekannt ist.

Aus den Personlichkeiten zeichneten sich zum Beispiel die Malerinnen und Stickerinnen Alžběta Salčakova oder Alžběta Zahnašova, akad. Maler Karel Novak und Steinhauer Rudolf Richter aus, einen wesentlichen Ruhm erreichte insbesondere die Textilgraphikerin Anna Netikova, die Bilder mittels Zwirn schafft.

www.rohatec.cz

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