- Katasterflache: 546 ha
- Einwohner: 976
- Hohe: 224 m u. NN
Die Gemeinde ist im Mutienitzer Hugelland, unter dem Wald Kapansko zu finden. Die erste Erwahnung uber die Existenz der damals Potvorovice (Potowariz) genannten Siedlung stammt aus dem Jahre 1209, neunzehn Jahre spater wurde sie durch Spenden von funfzig Dorfern einbezogen, die von Ottokar I. Přemysl dem Zisterzienserkloster in Velehrad geschenkt wurden. In der 2. Halfte des 15. Jahrhunderts, wahrend der bohmisch- ungarischen Kriege, ging jedoch der Ort unter. Das ode Potvorovice wurde vom Kloster im 1482 dem Protivec ze Zastřizl versetzt, der es dem Heralt von Kunstadt zur Tschejkowitzer Herrschaft im 1529 verkaufte. Anfang des 17. Jahrhunderts begann die neue Besiedlung, und zwar vor allem aus dem Raum der Bauden unter Weinbergen, was auch durch Siegel aus dem Jahre 1779 nachgewiesen wird. Es kamen hierher Einwanderer aus der Slowakei, Dubňany, Ratiškovice und anderswoher. Im Laufe der Zeit begann sich auch der Name des Dorfes zu andern, und zwar auf Potvorov. Der Name von heute wird zum Jahr 1870 datiert, vierundfunfzig Jahre spater wurde er amtlich festgelegt. Seit den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird Erdol in der Umgebung gefordert.
In Stary Poddvorov wird die Folklore immer noch gepflegt, diese insbesondere bei der Veranstaltung des Kirchweihfestes. Mitte Juni ist das zweitagige Kinderweihfest, das heutzutage bereits Charakter einer Folkloreschau von volkerkundlichen Kinderensembles mit internationaler Teilnahme hat; am ersten Augustsonntag fi ndet hier dann das Trachtenfest statt. Was Volkskunstschaffen betrifft, sind das Sticken von Trachten oder die Zierung von Ostereiern mit Gravieren zu erwahnen. Die Gemeinde, durch deren Kataster die Wein-, Rad- und Wanderwege durchgehen, ist auch durch Anbau von Qualitatssorten der Weinrebe bekannt. Die Tradition wird im Ort vom volkerkundlichen Kinderensemble Kordulka erhalten. Dominante von Stary Poddvorov stellt der Glockenturm aus dem Jahr 1855 dar, die dem hl. Martin geweiht wurde, und den gleichen Namen des Heiligen tragt; auch moderne Kirche aus 1994. Es ist auch auf die Statue des hl. Johannes Nepomuk aus Mitte des 19. Jahrhunderts hinzuweisen, die am Eingang in den Friedhof platziert ist. Eine ganze Reihe von kleinen Sakralobjekten, wie Bilder, Kreuze und Kapellen, befinden sich auch in der Dorfumgebung.
Das Hauptdenkmal ist jedoch die Vollholz-Bockwindmuhle aus 1870, die 2003 instandgesetzt wurde und seine innere Ausstattung die fruhere Herstellung von Mehl und Nebenprodukten nachweist. Sie steht auf einer Erhohung, etwa drei Kilometer entfernt von der Gemeinde, und lies sie angeblich von einer dem Burger des Nachbardorfes Mutěnice bauen, der dank Findung der Heereskasse reich wurde.
Zu bekannten Landsleuten gehoren der Musikpadagoge und Komponist Pavel Jurkovič; der Biologe und Verfasser ganzer Reihe von medizinischen Publikationen Prof. MUDr. Augustin Svoboda, CSc. oder der wahrend des vorigen Regimes persequirte Kapuziner Pavel Sasinek.







