- Katasterflache: 2116 ha
- Einwohner: 2086
- Hohe: 176 m u. NN
Die Gemeinde liegt auf der Kante einer hohen, landwirtschaftlich kontinuierlich bestellten Terrasse mit Feldern und Weinbergen, und hebt sich neben dem Flusschen Kyjovka empor.
Aus ihrem Namen schliessen einige Forscher, dass sie vom Kastellan der hodoniner Burg, Tvrdiš, gegrundet werden konnte, der im Jahr 1169 erwahnt wird; die erste glaubwurdige Erwahnung ist jedoch fast ein hundert Jahre junger – sie stammt erst aus dem Jahr 1264, als Jan von Tvrdonice hinter dem Gemeindenamen geschrieben wurde. Gleich wie bei weiteren Gemeinden, wechselte auch Tvrdonice vielmals ihre Besitzer in der Vergangenheit, einige davon siedelten auch in der untergegangenen Wasserfestung, die auf den Wiesen im ostlichen Teil des hiesigen Katasters lag, auf der Feldstrecke namens Hradišťko. Im Jahr 1528 gewann das Geschlecht von Zierotin die Gemeinde, zehn Jahre spater wurde sie zum Stadtchen erhoht. Eine Plage bedeutete das von den Einfallen aus dem benachbarten Ungarn und dem zerstorenden Dreisigjahrigen Krieg begleitete Jahrhundert. Die Anzahl der Bewohner in dieser schlimm betroffenen landwirtschaftlichen Lokalitat, wo jedoch eine wichtige Rolle auch die Fischer spielten, die sich auch in einer eigenen Zunft vereinten, stagnierte sogar auch im achtzehnten Jahrhundert.
Heutzutage ist Tvrdonice bereits eine sich dynamisch entwickelnde Gemeinde, deren Bewohner die Traditionen ihrer Vorvater ehren und diese sorgfaltig erhalten und entwickeln. Der Hohepunkt des Kulturgeschehens nicht nur hier, sondern auch in der gesamten Region sind die volkstumliche Feste Podluži im Lied und Tanz, die mit einer langen Tradition prunken. Zusammen mit dem Internationalen Folklorefestival in Stražnice und dem Folklorefestival Horňacke slavnosti zahlen sie zu den drei bekanntesten Veranstaltungen dieser Art in der Mahrischen Slowakei. Die Feste finden direkt in der Gemeinde statt, und insbesondere im hiesigen volkstumlichen Gelande, jeweils am ersten Juniwochenende, und ziehen Jahr fur Jahr Tausende Anhanger der Volksgebrauche an. Ausserdem kann man die Besucher des Stadtchens z.B. auf das Trachtenfest (erster Septembersonntag) oder den Tag der offenen Keller (Juni) einladen. Bestimmt ist es nicht verwunderlich, dass ein volkstumliches Kinderensemble Pomněnka in Tvrdonice tatig ist; weiter der mahrisch-slowakische Zirkel Slovacky Podlužacky krůžek, der in seinem Rahmen den beruhmten mannlichen Sangerchor auch mit Sangern aus dem Nachbarort Kostice umfasst. Der Zirkel arbeitet zusammen mit der Zimbelmusikkapelle, die nach dem hiesigen Landesmann, einem bedeutenden Sanger der Volkslieder Jožka Severin benannt wurde. Ihren Sitz hat hier auch die Blasmusikkapelle Podlužanka.
Zu den Denkmalern zahlt auch die neugotische Kirche des hl. Nikolaus aus dem Jahr 1941, die Statue des hl. Johann Nepomuk dem Jahr 1841, die Dreieck-Martelsaule mit Ursprung wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert. Es ist auch moglich, das Naturamphitheater mit der typischen Mahrischen Baude - Slovacka chalupa zu besichtigen. Eine seltene Fauna und Flora werden von Mosaik der erhaltenen Wiesen und Sumpfen in der Aue der Flusse Kyjovka und Morava (March) dargestellt. Die Schatze des Auenwaldes sind hier im Naturschutzgebiet der Seen Stibůrkovska jezera geschutzt.
Aus den Personlichkeiten seien ausser dem bereits erwahnten J. Severin mindestens der bekannte Volkskundler von Podluži Jan Kružik oder der Europameister in Judo in der Kategorie der Veteranen Jiři Hasil erwahnt.







