Die schönste Aussicht auf die Welt ist aus dem Sitz. Man sagt es über die Pferde, aber dieser Spruch gilt ohne Zweifel auch für das Fahrrad. Und insbesondere in den Regionen Podluží und Hodonínsko. Diese überwiegend ebene Landschaft ist nämlich für die Fahrradtouristik wie geschaffen. „Satteln“ Sie doch ihr Lieblingsrad und hetzen Sie es auf den schönsten Radwegen im Süden des Mährens ab.
Das Rad gehört wahrscheinlich seit jeher in die Regionen Podluží und Hodonínsko. Man trifft hier ein altes Weib in der Tracht mit einem Vorkriegsvehikel sowie z.B. einen Manager im Anzug auf dem Mountainbike. Hier fahren der Bürgermeister, die Vertreter, Ratsmitglieder sowie die Abgeordneten rad. Hier fahren auch die Nüchternen sowie Betrunkenen rad. Die Invaliden, Kranken mit Grippe zum Arzt. Man fährt hier von Frühling bis zum Winter, im Regen sowie auf dem Schnee und Eisglätte rad. Man fährt in den Weinberg und in die Fabrik, zum Einkauf, zum Amt, in die Kirche sowie in den Weinkeller rad. Und nichts kann vom Radfahren abhalten. Nicht einmal die Strafen.
Podluží und Hodonínsko sind mit einer ganzen Menge von Fahrradwegen vernetzt, die an das österreichische sowie slowakische Grenzland angeschlossen sind. Die Fernfahrradwege verbinden Podluží und Hodonínsko mit dem österreichischen Wien, tschechischen Prag und polnischen Krakow zusammen. Man kann die Liechtensteiner Pfade oder das Netz von den Mährischen Weinradrouten nicht vergessen, die einen unter den Weinbergen und Weinkellern zum flüssigen Schatz dieses Landes bringen.
Die Volksbräuche und Traditionen haben ihren unvertretbaren Platz in Podluží und Hodonínsko. Das Kirchweihbaum-Aufstellen und die Trachtenvolksfeste, die Winzerzeremoniell „Zarážení a Otevírání hory“, die Zimbelmusikfeste, der Fasching, das Weinlesefest. Auch die Volksarchitektur begleitet uns praktisch auf jedem Schritt – unzahlreiche Martersäulen, gemalte Kapellen, Vorbauten vor den Haustüren und Weinkeller oder ganzen Kellerstraßen bilden ein unvergessliches Kolorit der hiesigen Gemeinden. Sie können sicher sein, dass Sie im Sitz des Fahrrades ganz bestimmt keine Langeweile haben. Und dann, wenn Sie das in dieser Landschaft versteckten genius loci entdeckt haben, kehren Sie ständig hierher zurück.







