01Kein Grund zu lügen! Auch in dem mit Sonne reichlich beschenkten Südmähren verfi nstert der Himmel ab und zu. Die Regentropfen sowie der unfreundliche Wind schaffen es bestimmt, von einem Spaziergang oder Fahrradausflug durch vorübergehend nicht malerische Landschaft abzuhalten.

Jedenfalls sollten diese jedoch kein Grund sein, dass man seltene Weilen der Freizeit im Zimmer der Pension oder des Hotels verbringt. Hier kommt nämlich eine ideale Gelegenheit für einen Besuch. Na ja, selbstverständlich, einen Besuch des Weinkellers, man ist doch in der Mährischen Slowakei, aber als eine andere Möglichkeit bietet sich auch die Besichtigung der hiesigen Museen oder Galerien an.

Und vielleicht hatten Sie sogar im Plan, eine der Kulturinstitutionen zu besuchen, ohne Rücksicht auf das Wetter. Übrigens ist es nicht zu verwundern. Diejenige mit Dauerausstellungen gibt es hier einige und diese bieten tatsächlich viel Interessantes, von den von Archäologen entdeckten Denkmälern aus dem urzeitlichen Staatsgebilde auf dem Gebiet unseres Landes – des Großen Mährens bis zur Maschinenausrüstung, die noch vor ein paar Jahren im Betrieb war und mit der Erdölförderung oder dem Bergbau zusammenhängt. Das Letztgenannte würde man vielleicht im Zusammenhang mit dem Südmähren nicht warten – ein Grund mehr, neue Informationen zu schöpfen! Wie bereits oben andeutet, es gibt mehrere Museen, Galerien, Gedächtnishallen usw. in den Regionen Podluží und Hodonínsko. Nehmen Sie eine Einladung in einige davon an.

Man kann gleich in Hodonín beginnen, wo im Barockschlösschen auf dem Schlossplatz das Masaryk-Museum mit der dem Leben und Werk des ersten tschechoslowakischen Präsidenten T. G. Masaryk gewidmeten Ausstellung ist. Besichtigt werden können die direkt auf Masaryk oder die von Mitgliedern seiner Familie bezogenen originalen Gegenstände, wie z.B. der Amboss aus der Schmiedewerkstatt in Čejč, wo er erlernte, bzw. ihre Repliken, wie der beliebte Reitanzug des Staatsmannes. Es fehlen nicht einmal Faksimile von Handschriften und Presse TGM usw. Es werden hier auch kurzzeitige Ausstellungen und weitere Veranstaltungen organisiert; die Anderen kann man sich dann im Ausstellungssaal Europa besichtigen, der sich auf der Straße Národní třída Nr. 21 befindet und auch zum Masaryk-Museum gehört.

Im Oberteil der überlangen Straße Národní třída kann man an der Galerie der bildenden Künste nicht vorbeigehen. Unter anderem werden hier den Besuchern die Gemälde des berühmten mährisch-slowakischen Malers Joža Úprka, weiter von Alois Kalvoda, Stanislav Lolek, Vladislav Vaculka, die Graphiken von Jano Köhler, Bohumír Jaroňek oder die Plastiken von Franta Úprka, Jakub Obrovský, Ferda Štábla, Olbram Zoubek vorgeführt... Ein bedeutendes Kunstwerk in der Sammlung ist Museen und Gallerriien Masaryk-Museum in Hodonín die Gipsplastik von August Rodin, die in Bronze umgewandelt wurde. Die Touristen mit Interesse an technischen Exponaten kommen in diese Stadt auf ihre Kosten, nur einige hunderte Meter weiter, hinter den Gleisen gegenüber dem Bahnhofgebäude steht nämlich das Museum der Erdölförderung und Geologie mit einem historischen, technischen und geologischen Saal. Als Anhaltspunkte dienen die massiven Maschinen für die Fördertätigkeit, die direkt beim Gebäude aufgestellt sind. Es wäre bestimmt nicht empfehlenswert, auf die Besichtigung der Slawischen Burgstätte in Mikulčice zu verzichten. Auch diese gehört dem Masaryk-Museum in Hodonín und liegt einige Kilometer von der Gemeinde entfernt, in dortigen weiträumigen Auenwäldern. Sie bietet gleich zwei Ausstellungen an. In der älteren Ausstellung sind viele hier gefundene Gegenstände zu sehen, darüber thronen zwei Einbäume - Eichenboote (Monoxylon) mit einer Länge von 9 und 10 Meter. Die neue Ausstellung aus dem Jahr 2008 wurde in Form einer modernen archäologischen Museumspräsentation konzipiert, die Elemente des gesprochenen Wortes, der Musik und Filmprojektion mit direkter Besichtigung von Exponaten sowie Fundamenten der sog. zweiten mikultschit Kirche verbindet. Wer dann nach frischer Luft sehnt, kann einen Spaziergang nutzen, um das Gelände zu besichtigen – selbstverständlich auf der markierten Trasse. Die Archäologen entdeckten hier die Fundamente einer ganzen Reihe von Steinbauten, die jetzt mit Tafeln mit Beschreibung der Würdigkeiten des jeweiligen Bezirkes versehen sind. Die Untersuchung läuft hier immer noch, obwohl im begrenzten Maß.

Die Besucher der südlichen Mährischen Slowakei, die Technik bewundern, haben eine weitere Möglichkeit zur Besichtigung in der Dauerausstellung über die Geschichte des Bergbaus und der Glasindustrie in Dubňany und in der Region Hodonín, so heißt ihre ganze überlange Bezeichnung. Aus der Bezeichnung ist es offensichtlich, dass diese in der oben genannten, jungen Stadt Dubňany zu finden ist. Ausser den auf die erwähnten Branchen bezogenen Denkmälern werden hier auch Gegenstände gesammelt, die sich auf die Völkerkunde beziehen. Das Museum eröffnet bereits eine Reihe der Ausstellungen, die von Amateur-, jedoch fundierten volkstümlichen und völkerkundlichen Mitarbeitern in den Regionen Hodonín und Podluží geführt werden. In der Nachbargemeinde Ratíškovice, wartet auf Sie ein nicht traditionelles Museum „Im Waggon“. Es ist wirklich in zwei ausgedienten Eisenbahnwagen platziert und informiert über den Bergbau im hiesigen Gebiet sowie über die mögliche damalige Kohlebeförderung in die Bata-Werke in der Region Zlín. Eine Möglichkeit war der Bahnanschluss, dessen Teil man selber durchfahren kann.



Von Ratíškovice aus ist es nur ein Stück nach die Nachbargemeinde Rohatec, wo das kleinste Museum dieses Mährenteils steht. Es ist eine auf örtliche Geschichte, die Volkskunde sowie Werde von Bildnern aus Rohatec orientierte Ausstellung, und es reicht dafür ein Zimmer des ehemaligen Gemeindeamtes.

Eine analogische Lage hat man am gegenüberliegenden Ende des Unteren Mährenbeckens, in Lanžhot, das vor ein paar Jahren zur Stadt erhöht wurde. Hier verfügt das Museum über drei Räume. Hier gibt es auch eine Musterdarstellung des Volkswohnens in Podluží und von den Merkwürdigkeiten kann man z.B. auf den Text über die Nennung von Klement Gottwald zum Ehrenbürger von Lanžhot hinweisen. Das Präsidentenbüro lehnte jedoch die Ehre von der damals eingesetzten Gemeindevertretung ab, die mit ihrem Religionsleben sowie der Veranstaltung von Grenzübergängen berühmt war... Eine Dauerausstellung des Wohnens in der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts, einschliesslich einer umfangreichen Sammlung von landwirtschaftlichen Geräten und Gegenständen, können sich die Besucher auch im sog. Alten Quartier in Lužice südwestlich von der Stadt Hodonín anschauen.

Und ganz ähnlich ist es in der nahen Gemeinde Dolní Bojanovice, wo der Besucher einer typischen mährischen Baude - Slovácká chalupa – sich mit der Ausstattung eines typischen Bauernhauses des 19. Jahrhundert und mit den Informationen über die reiche Geschichte der Volkstracht und der Gebräuche von Dolní Bojanovice vertraut macht.

Auf der anderen Seite, in der Dauerausstellung im etwas entfernten Čejkovice wird die Aufmerksamkeit auf eine bedeutende Persönlichkeit gerichtet. Es ist kein anderer als der bereits erwähnte T. G. Masaryk, der hier in einem kleinen Haus, das heutzutage seinen Namen trägt, einen wesentlichen Teil seiner Kindheit erlebte. Relativ ungewöhnlich ist es, dass eine Gedenktafel aus Terrakotta des ersten Mannes des neu entstandenen tschechoslowakischen Staates auf dem Gebäude bereits im Jahr 1933 installiert wurde, die bis zum heutigen Tagen hier erhalten blieb. Ein Museum eigener Art ist auch die Vollholz- Bockwindmühle aus 1870, die nicht weit von Starý Poddvorov steht, wo sich die Touristen die frühere Art der Getreideverarbeitung anschauen können.

loga