Von alters her war diese das markanteste Element der Volksarchitektur in der mährischen Slowakei und bis heute kann man diese mittels der völkerkundlichen Ensembles, mährisch-slowakischen Zirkel und der Dorfjugend in Trachten bei den Ball- und Volksfestvergnügungen, Wallfahrten oder völkerkundlichen Festen sehen. Die Tracht machte eine große Entwicklung während der vergangenen Jahrzehnten durch, einige ihre Teile oder Varianten gingen völlig zugrunde, und bis zur Gegenwart blieb somit vor allem die Festtracht von ledigen Mädels und Jungs erhalten.
Tracht aus Podluží
Kroje z Podluží patří k nejhonosnějším krojům Slovácka. Svobodní chlapci nosí červené soukenné nohavice bohatě vyšívané modrým šňůrováním, široké otevřené rukávy košile jsou z jemného plátna, zdobené vkládánými pruhy výšivek a ukončené širokými krajkami. Přes košili oblékají kratičkou zdobenou vestu bez rukávů lajbl s připevněnou kokardou, mašlí. Jako pokrývku hlavy svobodní nosí klobouk „guláč" (na jižním Podluží) nebo „húseňák" (na Podluží severním). Nesmí chybět ani nejznámější symbol tohoto regionu, vybělený kosírek z volavčího peří. Všichni chlapci potom obouvají vysoké kožené holínky se spuštěnými hedvábnými střapci, mosaznými podkůvkami a barevným vyšíváním na holeních.
Svobodné dívky k nejslavnostnějším příležitostem oblékají molové rukávce, přes ně pestře vyšívaný krátký lajbl a nezaměnitelnou siluetu tvoří kombinace až šesti naškrobených bílých spodniček a svrchní sukně v pastelových tónech. Na hlavách nosí červené „rožky" s půvabnou stojatou mašlí o čtyřech smyčkách, tentýž vzor se opakuje i na dlouhé mašli spuštěné u krku. Nejcennějšími součástmi dívčího kroje jsou bohatě vyšívané zástěry „fěrtochy", límec rukávců „obojek" a krajkové „tacle". K tomuto kroji děvčata obouvají navrapené vysoké čižmy.
Tracht aus Čejkovice
Die Tracht aus Čejkovice gehört zur südlichen hannakisch-mährischen Gruppe und für die feierliche Knabenvariante bleiben die typische schwarze Tuchhose mit einer bunten Stickerei und eine schwarze kurze Weste „Schnürleibchen“. Die schwarze Stickerei kommt zur Geltung auch auf dem Festhemd. Bei dieser Tracht ist jedoch die sehr dekorative Kopfbedeckung „šmukáč“ auffällig, mit einigen Hutfedern und einer Kaskade aus den Bändern.
Die weibliche Festtracht für die Ledigen erhielt den ursprünglichen Typ der Ärmel mit den liegenden Spitzenkrägen. Die Schnürleibchen, Schürze sowie die Überröcke sind in der Gegenwart in sehr schönen aufeinander abgestimmten Pastellfarbtonen und das auffälligste Merkmal bleibt das ursprüngliche bunte Kopftuch, das um den Kopf umgebunden wird. Im Gegensatz zu der Tracht aus Podluží tragen hier die Mädels die niedrigeren Schnürschuhe mit Messinghaken.
Tracht aus dem Südteil
Zu dieser Gruppe gehören die bisher häufig getragenen Trachten aus den Gemeinden Ratíškovice und Dubňany. Die ledigen Jungs ziehen enge Hosen aus blauem Tuch mit einer reichen schwarzen Schnürdekorierung an, die in hohe glatte Stiefel eingesteckt ist. Die schwarze Stickerei wiederholt sich auf dem weißen Hemd mit breiten Ärmeln, die mit Spitze beendet sind. Über das Hemd wird das hoch ausgeschnittene, bunt verzierte Leibel mit den herunterfallenden gemalten Bändern angezogen, als die Kopfbedeckung trägt man einen schwarzen Hut mit bunter Chenille und der erforderlichen Hutfeder.
Bei den ledigen Mädels fesseln die Aufmerksamkeit vor allem das schwarz bestickte Brusthemd mit dem liegenden und wieder schwarz bestickten Kragen. Eine Ballonform haben die Ärmel mit „kadrle“ oberhalb der Ellenbogen. Der rote breite Rock bis zu den Knien muss etwas kürzer als der weiße Unterrock sein. Die Schürze – das Fürtuch ist am buntesten verziert – mit einer Spitze beendet, das Kopftuch ist auch markant.
Tracht aus Rohatec
Die Tracht aus Rohatec entwickelte sich in einen selbstständigen Typ, der sich nur auf eine Gemeinde beschränkt. Die männliche Festtracht ist ähnlich wie beim vorgehenden Typ, markant ist vor allem die Schnürdekorierung auf der Hose und die Verzierung des Huts mit der überhängenden Hutfeder.
Die weiblichen Trachtenvarianten sind sehr originell. Wiederum kommen vor allem die schwarze Stickerei auf den breiten Ärmeln und das ursprüngliche Umbinden des Kopftuches zur Geltung. Der reichste Teil dieser Tracht war die Hochzeitshaube, die mit Perlen benäht, mit kleinen Spiegeln verziert und mit einer großen Schleife aus reich verzierten Bändern beendet war.
Völkerkundliche Feste Podluží im Lied und Tanz in Tvrdonice
Die größte Schau der Trachten, Volksmusik sowie Exemplare der altertümlichen Gebräuche und Traditionen können die Besucher in der Region alljährlich bei dem völkerkundlichen Fest Podluží im Lied und Tanz in der Gemeinde Tvrdonice sehen. Seit dem Jahr 1946 wird das erste Juniwochenende zum Zusammentreffen von allen Generationen der Liebhaber der Folklore im hiesigen völkerkundlichen Gelände.







