Hrušky

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Ort

hrusky-01Die Gemeinde Hrušky befindet sich 8 Km nordöstlich von der Kreisstadt Břeclav, in einer flachen nur ein wenig gewellten Landschaft, 175 m über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde wurde zum ersten mal im Jahre 1368 erwähnt, damals gehörte sie zur Grundherrschaft Týnec. Die Selbständigkeit der Gemeinde wurde durch ein eigenes Siegel dokumentiert. Das älteste erhaltene Siegel stammt aus dem Jahre 1622.

In der Kirche des heiligen Bartholomäus hängt eine Glocke mit einer tschechischen Aufschrift aus dem 17. Jahrhundert. Das Dorf Hrušky hat eine lange religiöse Tradition, die durch eine überraschend große Zahl der Statuen bewiesen werden kann: - der heilige Josef, die heilige Maria, die heilige Anna. Bemerkenswert ist die Statue der heiligen Dreifaltigkeit, des heiligen Johannes von Nepomuk, des heiligen Michaels und mehrere Kreuze aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Zu den Hauptvorteilen der Gemeinde Hrušky gehört ihre sehr gute Bindung an das Verkehrsnetz. Sie liegt auf der Hauptstraße Österreich – Tschechien - Polen. Die Autobahn Prag – Bratislava ist nur 4 Km entfernt. Diese einzigartige Lage ist sowohl für viele unternehmerische Zwecke als auch für die ausländischen Investoren sehr interessant.

Das Dorf hat auch eine sehr lebendige volkstümliche Tradition. Die Gesangkunst wird in einem Männerchor, im Mädchenchor und in zwei Kindertrachtengruppen gepflegt. Ihre Kunst kann man bei verschiedenen Festen bewundern. Es ist vor allem der Männerchor, der sehr oft die ganze Region Podluží nicht nur in der ganzen Tschechischen Republik sondern auch im Ausland repräsentiert. Die authentischen Volkslieder, Tänze und Trachten kann man jedes Jahr zum Bartholomäus-Kirchweihfest, das am vierundzwanzigsten August am Namenstag des Kirchenschutzpatrons stattfindet, beobachten. Im Fußballgelände der Gemeinde, das „Na Sklepách“ heißt, wirkt eine sehr erfolgreiche Fußballmannschaft, die in der oberen Mährischen Fußball-Liga spielt.

Weinbau

hrusky-02Das Weinkellergebiet beweist eine langjährige Weinbautradition und der Wein aus Hrušky begeistert viele Weinkenner. Die Weinbautradition in der Gemeinde Hrušky ist auf dem Gemeindesiegel des Jahres 1622 festgehalten. Im Siegelfeld, runder Form, ist ein vierästiger Birnbaum mit Früchten, auf dem linken Ast hängt eine Weintraube, auf der rechten Seite ist ein Winzermesser angebracht. Im 18. und 19. Jahrhundert sind 10 ha Weinberge nachgewiesen. Die Winzerlaube, der Vorgänger des jetzigen Kleingärtnervereins, ist in den 30er Jahren entstanden. Sie hat eine Bildungstätigkeit organisiert und mehrmals auch die so genannte „Feldpredigt“, wo den Winzern die richtige Schnittweise der Weinreben beigebracht wurde. Zum Eigentum der Winzerlaube gehörten drei fahrbare Spritzen, die von Haus zu Haus gefahren sind und die Bäume gespritzt haben, weiter drei Rückenspritzen, ein Weinfilter und eine Pumpe mit Zubehör fürs Weinumfüllen. Im Jahre 1948 wurde der Verein aufgelöst und seine Tätigkeit beendet. Derzeit ist in der Gemeinde die hiesige Organisation des Kleingärtnervereines unter der Führung von Josef Šmerák tätig.

Die heutigen Weinberge breiten sich auf einer Fläche von mehr als 120 ha aus. Zwischen den örtlichen Sorten dominieren Grüner Veltliner, Chardonnay und Grauburgunder. Bei den roten Weinsorten dann Blaufränkischer, Zweigeltrebe und Cabernet Moravia. Interessant sind die Namen der Weinpfade Žižkovské jochy, Hastrmany, Nad újezdy, Prechov, Ovčačka, Kalifornie und Písky.

hrusky-03Die ältesten Weinkeller, überwiegend erdgeschossige Presshäuser mit Kellern, an der Stelle der heutigen Sklepní ulice (Kellergasse) in Richtung Moravská Nová Ves sind auf einer Karte aus dem Jahre 1764 abgebildet. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand das Areal „Am Sportplatz“, die örtlichen Keller sind unter der Erdeoberfläche ausgehöhlt, gewölbt und mit einer Schicht Erde aufgeschüttet. Die „búdy“ (Häuschen) sind aus gebrannten Ziegeln erbaut. Einige der Keller haben schon ein Obergeschoss.

Im Jahre 2001 entstand ein Verband von fünf Familienwinzern (Beneš, Sůkal, Čapka, Nešpor, Tichý) mit der Bezeichnung „Bonus Eventus“, die sich durch den Namen des altrömischen Gottes für Glück und Erfolg, aber auch als dem Beschützer guter Ernte inspirieren ließen. Das Hauptmotto des Verbands ist das Bemühen und das Erzielen von bester Qualität der erzeugten Weine.

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