Ladná

Drucken
PDF

ladnaDas Gebiet, auf dem sich die Ortschaft befindet, war schon zur Urzeit besiedelt. Die Gemeinde Ladná entstand im Mittelalter durch deutsche Kolonialisierung kurz vor dem Jahr 1220, wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Gründung von Podivín. Die ersten Erwähnungen über den Ort finden wir schon in Urkunden aus dem Jahre 1270, als man von Oldřich aus Lanštorf schrieb; wahrscheinlich gab es damals hier schon ein Schlösschen. Bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts gehörte Lanštorf zur Podivíner Herrschaft, dann ging er unter die Herrschaft Břeclav über.

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts erblühte in Ladná ein verhältnismäßig gesellschaftliches Treiben. Im Jahre 1883 gründete man einen Volksbildungsverein, 1896 die freiwillige Feuerwehr, 1922 den Turnverein und ab dem Jahr 1924 wirkte hier die Genossenschaft Volkshaus und „Orel“ (Adler). Ab dem Jahre 1934 gab es im Ort die Amateurtheatergruppe „Tábor“ und ab 1927 einen Fischereiverein. Die Pfarre Ladná gehörte seit jeher zur Podivíner Pfarrei. Die Kapelle des hl. Michael in der Mitte des Dorfes wurde im Jahr 1849 erbaut, sie ist mit plastischer Stuckatur ausgeschmückt. Bei dem Haus Nr. 192 steht die Kapelle des hl. Vendelín aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Ladná war schon immer von landwirtschaftlichen Charakter, die Bewohner beschäftigten sich hauptsächlich mit der Feldwirtschaft (Erzeugung von Gemüse und Obst) und mit der Rinderhaltung. Es befand sich hier auch eine der größten Mühlen im weiten Umfeld, an die schon im 13. Jahrhundert erinnert wird.

Ab dem Jahre 1976 war Ladná gemeinsam mit Široký Dvůr ein Stadtteil von Břeclav. Im Januar 2004 führte man in der Gemeinde ein Referendum über die Trennung des Ortes von Břeclav durch, in dem sich die Bürger zur Verselbstständigung der Gemeinde entschieden. Seit 1.7.2006 ist also Ladná wieder eine selbstständige Gemeinde.

Sein traditionelles Aussehen hat der Ort schon längst verloren. Von Denkmälern der Volksbaukunst haben sich bis heute nur Reste erhalten, der reichhaltige Stuckaturschmuck der Gastwirtschaft „U Zemčíků“ wurde im Jahr 1986 gefühllos vernichtet. Sein Äußeres änderte auch die Umgebung des Ortes. Es kam zum Abholzen eines großen Teils der Obstplantagen, die für die Gemeinde bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts charakteristisch waren.

Zur Zeit arbeiten in der Gemeinde einige selbstständige Landwirte und es entwickelt sich ein Unternehmertum auch in anderen Bereichen. Was den Weinbau betrifft, hat unsere Gemeinde gegenwärtig keine registrierten Weinbauern und die Weinwirtschaft ist eher eine Angelegenheit einzelner Kleinwinzer. Im Ort aber ist die Lieferfirma für Nirosta-Weinverpackungstechnik KOVO-PRUDÍK tätig.