Lanžhot

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Stadt

lanzhot-02Die Stadt Lanžhot liegt am Terrainbruch oberhalb des Flusses Kyjovka, 8 km von der Stadt Břeclav entfernt. Gegründet wurde sie um das Jahr 900, aber die ersten schriftlichen Nachrichten stammen erst aus dem Jahre 1131. Die ursprünglich befestigte gotische Kirche aus dem Jahre 1550 wurde 1892 in heutige Form umgebaut. Unweit von der Kirche befindet sich das örtliche Museum, das die Geschichte der Stadt dokumentiert.

Die typische Architektur, der Dialekt und die volkstümlichen Bräuche und die Trachten verbinden die Gemeinden. Lanžhot hat auch eine langjährige Sporttradition, bei „SK Sokol-Sportverein“ Lanžhot wirken mehrere Clubs, der größte ist der Fußballclub. Bei der Kreuzerhöhung, jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem 14. September, findet der Kirchtag statt. Am Samstag wird ein ca 45 Meter hoher Maibaum von Hand errichtet. Zu dergleichen Zeit können Sie den ersten Most probieren. Wir laden Sie herzlichst ein. Südlich vom Lanžhot zieht sich ein breiter Streifen Auwaldes, der jährlich von den Flüssen March und Thaya überflutet wird. Hier befinden sich die Naturschutzgebiete „Ranšpurk“, „Cahnov“ a „Soutok“ („Rabensburg“, „Hohenau“ und „Zusammenfluss“), die zu den von der UNESCO geschützten Lokalitäten gehören.

Das ganze Gebiet, für das ein Netz von Flussarmen typisch ist, ist mit markierten Radstrecken für die Liebhaber der Flora a Fauna versehen. Man kann hier Herden von Hirschen und Damhirschen sehen, für die hier auch ein Waldgehege errichtet wurde. Die schönste Jahreszeit ist der Frühling, wenn die Natur langsam grün wird und die ersten Bäume zu blühen beginnen.

Weinbau

lanzhot-01Auf den ersten Blick könnte man meinen, Lanžhot ist eine typische Agrar- und Weingemeinde, genauso wie ein Dutzend andere in diesem Teil von Mähren. Mehr als die katastrale Hälfte haben aber anfangs des 20. Jahrhunderts Auenwälder, etwa ein Viertel der Fläche Ländereien, einen noch kleineren Teil Weiden und Wiesen eingenommen, und das meistens im Überschwemmungsgebiet des Flusses Morava (March), nur ein Hundertstel der Fläche entfielen auf Gärten und die Weinberge fehlten ganz.

Nach dem Jahre 1911, als in diesem Gebiet der Schädling „Reblaus“ aufgetaucht war, wurden auch die wenigen ursprünglichen Weinberge, die damals in der Gemeinde waren, gerodet. Danach folgte der erste Weltkrieg und nach ihm hatte man weder Kräfte noch Mittel, um die zerstörten Weinberge zu erneuern.

Die Winzerei- und Weinbauentwicklung hat in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts begonnen. Der einfallsreiche Leiter, der am meisten zur Winzerei- und Weinbauentwicklung beigetragen hat, war der Herr Václav Osička aus Velké Bílovice. Zu den ersten gepflanzten Weinbergen gehörte im Jahre 1933 der Weinberg der Familie Horák, später wurden die Weinberge der Familien Bartoš, Bača, Gajda, Uher und weitere gepflanzt.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in der Gemeinde der Verein „Winzerlaube“ gegründet, der sich vor allem auf Kultur- und Bildungsarbeit konzentriert hat. An der Gründung der Winzerlaube hat sich am meisten der erste Vorgesetzte Jan Třetina beteiligt. Dieser Verein hat auch die so genannte Weinstockschule bewirtschaftet. Nach dem Jahre 1948 ist zum Ende der Vereinstätigkeiten und Erlöschen der Winzerlaube gekommen. Zur bedeutenden Auspflanzung von neuen jungen Weinbergen ist es im Rahmen der Entwicklung der örtlichen LPG (landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften) etwa in der Hälfte der 60er Jahre gekommen. Seinerzeit breiteten sich die Weinberge bis auf 40 ha der gesamten Gemeindeflur aus. Nach der Umwandlung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften wurden sämtliche Weinberge liquidiert. Es begann eine Neuanpflanzung junger Weinberge. Derzeit sind in Lanžhot insgesamt 100 Kleinwinzer registriert, die insgesamt 27 ha Weinberge bewirtschaften. Die meisten sind im Rahmen des Tschechischen Kleingärtnervereins tätig. In der Stadt sind auch neue Familienwinzerbetriebe entstanden: Josef Uher, Vítězslav Osička und Ing. František Jarec.

 

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