Moravská Nová Ves

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Ort

mnv-01Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1265. Im Jahre 1807 wurde „Mährisch Neudorf“ zur Kleinstadt erhoben. Die Landwirtschaft und der Weinbau haben seit ewigen Zeiten zum hiesigen Leben gehört. Die Gemeinde ist schon seit geraumer Zeit das Folklorezentrum der Region Podluží. Herzstehlende Melodien sind ein treuer Zeuge aller Schmerzen und Freuden. Wunderschöne Trachten, die Zymbelmusik... Für einen neugierigen Besucher, der die Tradition liebt, öffnet sich hier ein breites Spektrum an attraktiven Festen und Jahrmärkten. Eine absolute Rarität hiesigen Friedhofs ist der Grabstein aus den einfühlsamen Händen des František Úprka. Auch die Geschichte der Kirche greift weit in die Vergangenheit zurück. Moravská Nová Ves wird Sie mit herzlicher Gastlichkeit empfangen und immer wieder gerne aufs Neue begrüßen.

Weinbau

In der Gemeinde Moravská Nová Ves hat man sich mit Weinbau seit undenklicher Zeit, schon zu Zeiten der alten Slawen beschäftigt. Weintrauben, Pflugschar mit Rebenmesser, Winzermesser, abgebildet im Gemeindewappen und im Gemeindesiegel aus dem Jahre 1651 verbinden die Gemeinde untrennbar mit der Winzerei und der Weinbergbewirtschaftung.

mnv-02Aus der Sicht des Weinbergflächenausmaßes (ca. 141,9 ha) und der Anzahl der registrierten Winzer und Kleingärtner (345) ist sie die zweitgrößte Gemeinde im Gebiet von Podluží, die Gesamtfläche der Weinstraßen beträgt 460,4 ha, bestockt ist aber nur ein Drittel. Die hiesige Bürgervereinigung Winzerverein hat mehr als 120 aktive Mitglieder. In der Gemeinde wirkt des weiteren der registrierte Winzerverein „Collegium Vinitorum®“ aus den benachbarten Orten Moravská Nová Ves und Mikulčice.

Für die beste Weinstraße wird die Stará Hora (Alter Berg) gehalten, welche über dem Fluss Kyjovka Richtung Týnec liegt. Seit dem 4. September 2002 fallen gemäß Gesetz alle Weinstraßen in Moravská Nová Ves unter drei alt-neue Bezeichnungen: Stará Hora (Alter Berg), Vinohrady (Weinberge) und Kněžské (Pfaffenberge). Bei den hiesigen Winzern sind vor allem die roten Rebsorten beliebt wie Zweigeltrebe, Blaufränkischer, Blauer Portugieser, St. Laurent und der hier veredelte Cabernet Moravia. Auch an weißen Rebsorten fehlt es nicht – Chardonnay, Grüner Veltliner, Sauvignon oder Rheinriesling.

Zu den ältesten Weinkellergassen gehört die Gasse U trati, aufgeteilt in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts durch den Bau der Bahn in zwei Hälften. Aus dieser Gasse kommen Sie durch eine Unterführung, dem so genannten Mausloch zu den bekannteren Gassen Výmol und Zátiší. Diese beiden Gassen bilden ein gewisses Herz der derzeitigen Winzerei, der Weinkeller und den mit dem Weinbau verbundenen gesellschaftlichen Anlässe. Hier finden die bekannten Feste Weinlese, neuer Wein und Jazz statt. Durch diese Gassen, unter dem Schutz des Winzerschirmherrn hl. Urban, führt ebenfalls ein Radweg aus Mikulčice entlang an den „Seen“ und der Eisenbahn Richtung Týnec und Hrušky vorbei.

Interessante Gassen, mit Weinkellern mit verzierten, bemalten Vorbauten, liegen am anderen Ende der Gemeinde, in der Straße Lipová (Lindenstraße), beim alten Weg zu Hrušky, Richtung Prušánky, und am Restaurant Myslivna, Straße Hliník. In den Weingassen, überwiegend am Rande der Gemeinde erbaut, finden Sie etwa 170 Weinkeller.

In den Gassen Výmol und Zátiší hat das Winzerzentrum der Familie Toman ihren Sitz, welcher der breiten Öffentlichkeit vor allem zur Zeit der Winzerveranstaltungen offen steht. In den hiesigen Weinkellern treffen sich die Mitglieder der so genannten Freitagler. Sie treffen sich seit dem Jahre 1968, beurteilen gegenseitig ihre Weine und beteiligen sich an der Entwicklung der hiesigen Winzerei. Einer der Mitglieder ist auch Lubomír Glos, Veredler der roten Rebsorte Cabernet Moravia, und einer der Vereinsgründer von „Collegium Vinitorum®“.