Ort
Die Benennung der heutigen Gemeinde Nový Poddvorov erinnert an den Namen des eingegangenen Städtchen Potvorov. Die Siedlung gehörte dem Zisterzienser Kloster von Velehrad, dem der Papst Alexander der IV. im Jahre 1261 den Besitz bestätigte. Das Städtchen hatte die Form eines Hufeisens so wie alle alten slawischen Siedlungen. Das alles bedeutet, dass das untergegangene Städtchen Potvorov zu dieser Zeit eine bedeutende Siedlung unserer Ahnen war. Bis zur heutigen Zeit blieb nur die Benennung des Feldes Kosteliska. Erst im Jahre 1783 im August unter der Regierung des Kaisers Josef II. wurde die heutige Gemeinde Nový Poddvorov gegründet. Die Gemeinde entstand auf den öden, von den Untertanen verlassenen Feldern, die westlich von der Stadt Hodonín liegen. Die Gemeinde ist ungefähr 16 km von Hodonín entfernt. Die Bonität des Bodens in dieser Gegend war sehr gut und deshalb haben sich die Einwohner dieser neu aufgebauten Gemeinde der Landwirtschaft und auf den günstig gelegenen Feldern dem Weinbau gewidmet. Auf den geeigneten Lagen gedeihen die anspruchsvollsten Weinsorten, aus denen die örtlichen Winzer die hochwertigsten Weine erzeugen, die von den anspruchsvollen Weinliebhaber aus der ganzen Tschechischen Republik verlangt werden. Das Kirchweihfest wird bei uns jährlich am letzten Sonntag im August nach den Gebräuchen und der Tradition dieses hiesigen Gebietes veranstaltet.
Weinbau
Im Jahre 1783, als die Gemeinde gegründet wurde, entfiel auf jede Kolonie 10 ar zur Gründung von Weinbergen in Richtung der so genannten Vinohrádky (kleine Weinberge). In anderen Lagen war es nicht erlaubt, Weinrebe auszupflanzen. Nach dem Revolutionsjahr 1848 hatten aber die Bauern die Möglichkeit, Weinberge auch in anderen Lagen zu gründen (Záhumenice, Úzké, Remízy). Dadurch wurde die Fläche der urstämmigen Weinberge größer. Die ursprüngliche Anpflanzung der alten urstämmigen Weinberge setzte sich aus den Sorten Rheinriesling, roter „Österreicher“ – Blaufränkischer und Portugieser zusammen. Unter den neuen Anpflanzungen waren vor allem Neuburger, Welschriesling, Veltliner und Müller Thurgau vertreten. Im kleineren Ausmaß auch Traminer, Sauvignon, weiter Portugieser, Blaufränkischer und St. Laurentius.
Die Kellergasse befindet sich am Ende der Gemeinde, bei der Ausfahrt Richtung Prušánky. Laut dem statistischen Bericht vom April 2006 sind in der Gemeinde 32 Weinbauern auf insgesamt 12 ha Weinbergen und in 2 Weinlagen tätig. Im Ort gibt es auch 2 Winzervereine. Der erste ist Bonus Eventus (Nový Poddvorov – Hrušky), der hier durch die Winzerei Sůkal vertreten ist, und der zweite ist Kaiserlicher Weinberg (Nový und Starý Poddvorov).
Winzerei Sůkal, Mitglied der Vereinigung Bonus-Eventus
Eine Familienwinzerei, gegründet im Jahre 1991. Seit diesem Jahr hat Herr Sůkal Senior intensiv begonnen, neue Weinberge unter reichhaltiger Hilfe seines Sohnes Milan auszupflanzen. Seit 1997 füllen sie ausschließlich Qualitäts- und Prädikatsweine in Flaschen ab. Sie besitzen insgesamt 4,5 ha Weinberge in den Weingemeinden Starý Poddvorov (Weingebiet Mutěnice), Josefov und Dolní Bojanovice (Weingebiet Podluží).
Kaiserlicher Weinberg, Vereinigung von Winzern aus Poddvorov Die Vereinigung Kaiserlicher Weinberg wurde im Jahre 2003 gegründet. Der Name Kaiserlicher Weinberg ist vom Kaiser Josef abgeleitet, nach dessen Willen im Jahre 1783 die Gemeinde Nový Poddvorov gegründet wurde. Die Mitglieder der Vereinigung sind Vladimír Kašík, Václav Mrkva und Pavel Veselský. Die meisten ihrer Weinberge befinden sich in den Weinlagen Remíze und Roviny. Es handelt sich um sanfte Hügel in überwiegend südlicher Richtung. Die Böden sind hier schwerer, fruchtbar und stellenweise mit Lössschichten.
Der Tag der offenen Keller findet bei jedem Wetter jeden dritten Samstag im Juni statt.





